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Rauchentwöhnung

Tabakausstieg auf Kassenkosten kommt

Die Regierungskoalition will Rauchern eine Tabakentwöhnung zulasten der Krankenkassen ermöglichen. Der Gesundheitsausschuss des Bundestags hat am heutigen Mittwoch einen entsprechenden Beschluss gefasst. Die Neuregelung soll mit dem Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz (GVWG) kommen, das am Freitag vom Bundestag verabschiedet werden soll.
PZ
dpa
09.06.2021  15:48 Uhr

Medikamente für einen Ausstieg aus dem Rauchen sollen Tabakabhängige nach Plänen der großen Koalition künftig von der Kasse bezahlt bekommen können. «An keiner anderen Droge sterben weltweit und auch hier in Deutschland mehr Menschen als an den Folgen des Rauchens», sagte die Bundesdrogenbeauftragte Daniela Ludwig (CSU) der Deutschen Presse-Agentur nach einem entsprechenden Beschluss des Gesundheitsausschusses am Mittwoch. «Wir werden daher noch in dieser Legislaturperiode dafür sorgen, dass die Unterstützung beim Rauchstopp noch besser, noch zielgerichteter, noch einfacher wird.»

Konkret sollen gesetzlich Versicherte, bei denen «eine schwere Tabakabhängigkeit» festgestellt wurde, Anspruch auf eine einmalige Versorgung mit Arzneimitteln zur Tabakentwöhnung bekommen. Welche Medikamente unter welchen Voraussetzungen in Therapieprogrammen verordnet werden können, soll der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen festlegen. Eine Folge-Versorgung

mit solchen Mitteln soll frühestens nach drei Jahren möglich sein. Die vom Ausschuss angenommenen Neuregelungen sollen an das GVWG angehängt werden, das der Bundestag voraussichtlich an diesem Freitag beschließen soll.

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