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Dosierbarkeit

Suspensionsgrundlagen im Vergleich

Fazit für die Praxis

Am Beispiel von Hydrocortison konnte gezeigt werden, dass die Herstellung einer Suspension tatsächlich eine Alternative zur Kapselherstellung darstellen kann. Für die SyrSpend-Suspensionsgrundlagen SyrSpend® SF PH4 flüssig, SyrSpend® SF PH4 Pulver und SyrSpend®SF PH4 NEO Pulver, das ADKA Basissuspensionsmedium und die Grundlage zum Einnehmen nach NRF S.52. ist eine konstante Wirkstoffdosierung mit 1 mg/ml Hydrocortison auch bei Bildung eines lockeren nicht vollständig aufschüttelbaren Sediments gewährleistet. Eine zeitliche Verzögerung der Dosisentnahme von bis zu fünf Minuten nach dem Schütteln erwies sich in Bezug auf die Dosiergenauigkeit bei allen Suspensionsgrundlagen als unkritisch.

Lediglich die Suspensionsgrundlage InOrpha® führte bei einem ebenfalls geringen Sedimentationsverhalten zu einer geringeren Wirkstoffdosierung in den abgenommenen Proben sofort nach der Redispergierung und demzufolge auch nachdem die Suspension fünf Minuten lang stehen gelassen wurde. Daher kann die Verarbeitung von Hydrocortison in der Grundlage InOrpha® nicht empfohlen werden. Das SyrSpend® SF PH4 Pulver sollte aufgrund der fehlenden Konservierung im Kühlschrank gelagert werden, um das Risiko eines mikrobiellen Befalls so gering wie möglich zu halten.

Auch wenn die untersuchten Hydrocortison-Suspensionen bereits durch fünf Kippbewegungen ausreichend homogenisiert wurden und bis auf eine Ausnahme eine sichere Wirkstoffdosierung gewährleistet war, sollte der Patient in der Apotheke auf die Notwendigkeit des ausreichenden Schüttelns hingewiesen werden. Zusätzlich ist die Verwendung von Kolbenpipetten als Applikationshilfsmittel für eine exakte und sichere Dosierung der Suspensionen unabdingbar.

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