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Ständige Impfkommission
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STIKO fast vollständig neu besetzt 

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat die Ständige Impfkommission (STIKO) neu berufen. Da die Berufungszeit der Mitglieder auf maximal drei Berufungsperioden begrenzt wurde, verändert sich die Zusammensetzung des Gremiums deutlich. Im Vorfeld stieß dieser Schritt auf Kritik.
AutorKontaktLukas Brockfeld
Datum 12.02.2024  17:00 Uhr

Kritik am STIKO-Umbau

Die Begrenzung der Berufungsperioden und die weitgehende Neubesetzung der STIKO hatte im Vorfeld für Kritik gesorgt. Schon im November 2023 warfen die Bundesärztekammer und die Kassen­ärztliche Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern Gesundheitsminister Lauterbach einen »Alleingang« vor und warnten vor einem »großen Verlust an Fachexpertise«.

In einer gemeinsam veröffentlichten Pressemitteilung hieß es: »Beide Körperschaften fordern das Bundesministerium für Gesundheit auf, die Berufung der Mitglieder der STIKO kontinuierlich und in Absprache mit den oberen Landesbehörden der Länder und den Fachverbänden vorzunehmen. Dabei ist darauf zu achten, dass bei der Neubesetzung auch praktisch impfende und ambulant tätige Ärztinnen und Ärzte – die unabhängig von politischer Einflussnahme – in der Expertenkommission vertreten sind.«

Auch der ehemalige STIKO-Vorsitzende Thomas Mertens sagte im November: »Es wäre eine Überlegung wert, ob so ein abrupter Wechsel im Sinne der STIKO das Beste ist.« Mertens kündigte bereits im Herbst 2022 an, dass er nicht mehr für eine weitere Amtszeit zur Verfügung stehe. 

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