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Kontrazeptiva

Stiftung Warentest hält viele hormonelle Verhütungsmittel für »ungeeignet«

Wenig geeignet: Implantate, Ringe und Pflaster

Bei einem Implantat als Verhütungsmethode wird ein hormonhaltiges Stäbchen in den Oberarm eingepflanzt, aus dem kontinuierlich Etonogestrel ins Blut übergeht. Zwei Gründe sprechen laut Warentest gegen dieses Verhütungsmittel: Zum einen das unzureichend kalkulierbare Thrombose-Risiko, zum anderen die Gefahr, dass das Implantat bei Bedarf nicht einfach entfernt werden kann. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass es wandert.

Vaginalringe und Verhütungspflaster seien ebenfalls wenig geeignet. Denn es gebe Hinweise darauf, dass beide Mittel mit einem höheren Thrombose-Risiko verbunden seien als Antibabypillen mit geringem (0,03 mg) oder sehr geringem (0,02 mg) Estrogen-Gehalt. Zudem sprächen mögliche Hautreizungen gegen Pflaster; Scheidenentzündungen gegen Vaginalringe. Das Urteil hier lautet kurz gesagt: »Sie wirken wie die Pille, mit höherem Risiko«.

Dreimonatsspritze zur Verhütung

Die Dreimonatsspritze empfehlen die Arzneimittelexperten der Stiftung Warentest nicht als Standardmittel zur Empfängnisverhütung. Bei der Methode wird das Gestagen Medroxyprogesteron in den Gesäßmuskel gespritzt, wo ein Depot entsteht. Es eigne sich nur für Frauen, die andere Verhütungsmittel nicht vertragen oder regelgerecht anwenden können. Denn das Präparat könnte eine Abnahme der Knochendichte bewirken. Zudem lasse sich das Thrombose-Risiko nur unzureichend beurteilen. Einige Frauen könnten außerdem nach dem Absetzen der Spritze zwischen zehn Monaten bis hin zu zwei Jahren nicht mehr schwanger werden.

Welche Verhütungsmethode ist also die beste?

Denjenigen, die hormonell verhüten möchten, raten die Arzneimittelexperten von Stiftung Warentest zu einer Antibabypille mit möglichst niedrigem Estrogen-Gehalt und den Gestagenen Levonorgestrel, Norethisteron oder Norgestimat (wie in Leanova AL oder Eve® 20). Auch Hormon- und Kupferspiralen halten sie für geeignet.

Kommt eine hormonelle Verhütungsmethode nicht in Frage, ist das Kondom die sicherste Alternative. Auch die sympto-thermale Verhütung beurteilen sie als eine unter den natürlichen Methoden vergleichsweise sichere, aber auch aufwendige Alternative. Dabei misst die Frau ihre Körpertemperatur und analysiert sowohl Menge als auch Beschaffenheit des Zervixschleims. Die Kalendermethode, bei der auf Basis vergangener Zyklen versucht wird, die Fruchtbarkeit zu ermitteln, sei hingegen sehr unsicher. Und last but not least so auch der sogenannte »Coitus interruptus«.

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