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Zwölf Produkte bewertet
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Stiftung Warentest empfiehlt fünf Mittel gegen Läuse

Nach den Sommerferien haben Kopfläuse Hochsaison. Zwölf vielverkaufte Mittel, um die lästigen Parasiten loszuwerden, hat die Stiftung Warentest bewertet. Mehr als die Hälfte hält sie für nicht oder nur mit Einschränkungen geeignet.
AutorKontaktLina Müller
Datum 01.09.2026  16:20 Uhr

Zwei von zwölf getesteten Läusemitteln eignen sich nach Meinung von Stiftung Warentest uneingeschränkt zur Behandlung von Läusen. Drei stuft das Verbraucherschutzmagazin als »auch geeignet« ein. Fünf weitere Präparate seien dagegen nur »mit Einschränkung«, und zwei »nicht geeignet«, heißt es in der aktuellen Ausgabe und auf der Website des Magazins.

Am besten schnitten eine Lösung und ein Fluid mit Dimeticon ab; die Lösung enthielt zusätzlich Dodecanol. Dimeticon wirkt, indem es Läuse innerhalb einer gewissen Einwirkzeit erstickt. Aufgrund dieses Wirkmechanismus zählen viele Läusemittel zu den Medizinprodukten. Eines der getesteten Produkte unterscheidet sich in seiner Wirkung und vergiftet die Läuse mithilfe eines Auszugs aus Pyrethrum. Bei diesem Produkt gibt es laut internationalen Studien jedoch beginnende Resistenzentwicklungen.

Am schlechtesten schnitten ein Produkt mit Kokosöl und eines mit Hemisqualan und Bienenwachs ab. Stiftung Warentest fehlte es an ausreichenden Belegen für die Wirksamkeit. Auch bei den mit Einschränkung geeigneten Präparaten lägen keine ausreichenden Studienergebnisse vor. Die Wirksamkeit von Dimeticon sei zwar gut belegt, allerdings häufig nicht in der spezifischen Zusammensetzung der jeweiligen Produkte.

Die Stiftung Warentest weist darauf hin, dass die Mittel unbedingt zweimal angewendet werden sollen. »Manche Anbieter werben damit, eine einzige Behandlung reiche aus – aber das können wir nach unserer Untersuchung nicht empfehlen«, so Redakteurin und Apothekerin Bettina Sauer. »Nach acht bis zehn Tagen muss die gesamte Läusekur wiederholt werden.«

Dazu sollte je nach Haarlänge eine halbe bis zu einer Packung pro Kur verwendet werden. Der Preis der geeigneten Mittel liegt zwischen 16 und 27 Euro. Drei der geeigneten Präparate sind verordnungsfähig und werden von der gesetzlichen Krankenversicherung erstattet. Bei Kleinkindern ist bei der Auswahl des Mittels das Mindestalter zu beachten.

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