| Jennifer Evans |
| 06.08.2026 09:00 Uhr |
Sein Team hatte die Jugendlichen seit Jahren begleitet und umfangreiche Audioaufnahmen gesammelt. Die KI-Modelle filterten Risikosignale heraus: Erzählungen über körperliche Gewalt oder soziale Ausgrenzung tauchten demnach häufiger bei jenen Kindern auf, die später psychische Störungen entwickelten. Berichteten sie dagegen über soziale Unterstützung, Sport oder Schulklubs, wirkte dies stabilisierend auf ihre Psyche. Überraschend stark schützend wirkte auch, wenn sie therapeutische Hilfe erwähnten.
Gotlib und sein Team sehen darin Chancen für die Prävention. Womöglich könnten künftig einfache Smartphone-Aufnahmen ausreichen, um gefährdete Kinder und Jugendliche früh zu identifizieren und Risiken für psychische Leiden sichtbar zu machen, bevor sie sich verfestigen.