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Covid-19

Sotrovimab soll auch vor Omikron-Variante schützen

Das Covid-19-Präparat Xevudy®, das den Antikörper Sotrovimab enthält, soll auch gegen die neue Virusvariante Omikron wirksam sein. Darauf weisen präklinische Daten hin. Xevudy befindet sich in der EU im Zulassungsprozess.
Kerstin A. Gräfe
07.12.2021  09:00 Uhr

Präklinische Daten zeigen, dass der bereits in einigen angelsächsischen Ländern eingesetzte Antikörper Sotrovimab alle getesteten besorgniserregenden Varianten, einschließlich der Schlüsselmutationen von Omikron, neutralisiert. Darüber informiert die Firma Glaxo-Smith-Kline (GSK), die Sotrovimab gemeinsam mit Vir Biotechnology entwickelt hat, in einer Pressemitteilung.

Die zugrundeliegenden Daten wurden auf dem Preprint-Server »BioRxiv« publiziert. Demnach zeigte Sotrovimab eine anhaltende Aktivität gegen alle getesteten Varianten, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als besorgniserregend eingestuft wurden. Die Daten wurden mittels In-vitro-Pseudovirus-Tests spezifischer einzelner Mutationen erhoben. Sie müssten nun noch in weiteren Tests bestätigt werden, so die Unternehmen. Ein erstes Update soll bis Ende 2021 vorliegen.

Sotrovimab ist ein gegen das Spike-Protein von SARS-CoV-2 gerichteter Antikörper. GSK und Vir haben vor Kurzem bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) einen Antrag auf Marktzulassung eingereicht. Zum Einsatz kommen soll Xevudy zur Behandlung von Erwachsenen und Jugendlichen (ab zwölf Jahren und mit einem Gewicht von mindestens 40 kg) mit Covid-19, wenn sie keine zusätzliche Sauerstofftherapie benötigen und ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben.

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