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Gabriele Regina Overwiening

So muss der neue Gesundheitsminister sein

Bei der Bundestagswahl am 26. September wird die Gesundheitspolitik einen ganz besonderen Stellenwert haben. Das betonte ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening beim gestrigen Livetalk der Bundesvereinigung.
Jennifer Evans
25.08.2021  12:30 Uhr

Dieses Mal wird die Gesundheitspolitik für die Deutschen eine größere Rolle spielen als in den vorangegangenen Legislaturperioden. Das belegt Gabriele Regina Overwiening zufolge eine Umfrage im Auftrag der ABDA. Demnach gaben 68 Prozent der Teilnehmer an, dass für sie vor allem die Vorhaben der Parteien in puncto Gesundheitspolitik interessant sind. Das Thema belegt damit Platz zwei, gleich hinter der Sozial- und Rentenpolitik. Diese ist mit 71 Prozent laut der Auswertung der relevanteste Aspekt. Wie viele Menschen insgesamt an der Befragung teilgenommen hatten, blieb allerdings im Rahmen des Livetalks unklar. Bezug nimmt sie wohl auf die Ergebnisse einer Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov, an der mehr als 2000 Menschen teilnahmen, die 18 Jahre oder älter waren. Die Erhebung fand im Auftrag der Initiative »Wahlradar Gesundheit« der ABDA statt.

In der Sendung vom gestrigen Dienstagabend, die sich im Nachgang noch auf der ABDA-Facebook-Seite verfolgen lässt, ging es auch um eine geeignete Kandidatin oder Kandidaten für das Amt des zukünftigen Gesundheitsministers. Die ABDA-Präsidentin teilte ihre Gedanken dazu sehr diplomatisch. Ihrer Ansicht nach geht es weniger um die Person selbst, sondern viel mehr um die »innere Haltung«. Was sie damit meint, formulierte Overwiening klar: Ein Fokus auf Regionalisierung sowie das Erhalten eines Schutzwalls für die Patienten bei der Arzneimittelversorgung. In ihren Augen gibt es einige gute Kandidatinnen und Kandidaten aus unterschiedlichsten Parteien, die diese Haltung teilen. Jedoch hob die ABDA-Präsidentin in diesem Zusammenhang ebenfalls hervor, dass der Gesundheitsminister ja nicht ganz alleine die Arbeit mache, sondern dass auch die Ministerialbeamten viele gute Ideen, Erfahrung und eine Menge Kreativität einbrächten. Wer auch immer demnächst im Bundesgesundheitsministerium den Hut aufhaben wird, wichtig ist der Bundesvereinigung eines, nämlich »schnell in einen guten Kontakt zu kommen«.

Mit dem Vor-Ort-Apothekenstärkungsgesetz (VOASG) ist nach Overwienings Auffassung nun das Fundament gelegt, in der neuen Legislaturperiode neue pharmazeutische Dienstleistungen auf den Weg zu bringen. Ihren Kolleginnen und Kollegen versicherte sie im Live-Talk, dass sich die Standesvertretung in den nächsten Jahren für die Stärkung der Vor-Ort-Versorgung sowie für ein stabiles Apothekennetz einsetzen wird. Und entschieden will sie sich gegen Plattform-Ökonomien, Preis-Dumping sowie willkürlichen Versand von Rx-Medikamenten zur Wehr setzen. Darüber hinaus versprach die ABDA-Präsidentin, bei der Politik unermüdlich für den Wert der Apotheke vor Ort für Gesellschaft, Gesundheit sowie als Ort für neue Versorgungsformen zu werben.

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