| Alexandra Amanatidou |
| 09.03.2026 11:30 Uhr |
»Ich wünsche mir das, was sich die iranische Bevölkerung wünscht: einen Regimewechsel«, sagt Arzani und fügt hinzu: »Ihre Hände sind voll mit Blut. Ich wünsche mir Gleichheit für alle.« Sie glaubt, dass Reza Pahlavi gerade der stärkste Oppositionelle sei. »Wenn die Menschen ihn wollen, dann soll man den Leuten auch vertrauen.«
Viele im Exil lebende Iranerinnen und Iraner setzen Hoffnungen auf Reza Pahlavi. Der Sohn des ehemaligen Schahs lebt seit 47 Jahren in den USA. Er hat Politikwissenschaft studiert und möchte den Weg für demokratische Wahlen im Iran ebnen. Er ruft immer wieder zu Demonstrationen auf, so auch Mitte Februar, als er Gast der Münchner Sicherheitskonferenz war.
»Ich habe große Hoffnungen, dass die Regierung in ein paar Wochen an Pahlavi übertragen wird«, sagt Shahin Rahmani, die eine überzeugte Unterstützerin von ihm ist.
Doch Pahlavi wird wegen der autoritären Herrschaft seines Vaters, Mohammed Reza Pahlavi, von vielen kritisch gesehen. Auch US-Präsident Donald Trump hat sich bereits gegen ihn als Anführer einer künftigen Übergangsregierung im Iran ausgesprochen. Außerdem glauben Expertinnen und Experten, dass das Regime noch nicht gestürzt werden kann. So wurde gestern bekannt gegeben, dass Modschtaba Chamenei, der Sohn des getöteten Ali Chamenei, zum neuen obersten Führer im Iran ernannt wurde. Wie es im Iran weitergeht, ist noch unsicher. Es wird jedoch einige Zeit dauern, bis sich die Lage im Nahen Osten entschärft hat.