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Logistikzentrum in Mailand eröffnet

Shop Apotheke will in Italien wachsen

Shop Apotheke hat sein neues Logistikzentrum in Mailand nun auch offiziell eröffnet. Wie der Online-Händler heute bekanntgab, will er von dort aus Kunden in Italien innerhalb von 24 bis 48 Stunden beliefern. Geplant ist in Zukunft eine Auslieferung noch am gleichen Tag.
Anne Orth
20.09.2022  17:30 Uhr

Schon am 4. Juli verließ das erste Paket das neue Distributionszentrum in Italien. Seit 1. August verschickt Shop Apotheke alle Bestellungen von Mailand aus. Mit dem Mailänder Logistikzentrum will der Online-Händler CO2-Emmissionen reduzieren und sein Geschäft in Italien ausbauen.

Um den Kundinnen und Kunden in Italien einen guten Service anbieten zu können, suchte sich das Unternehmen einen weiteren Partner beim Versand und arbeitet seit Kurzem mit der italienischen Post zusammen. Die Kooperation mit dem italienischen Logistikunternehmen BRT Bartolini bleibt ebenfalls weiterhin bestehen.

»Im italienischen Markt sehen wir ein sehr großes Zukunftspotenzial«, sagte CEO Stefan Feltens in einer Pressemitteilung. Von Mailand aus können alle Aufträge in 24 bis 48 Stunden an Kunden in Italien ausgeliefert werden, gab das Unternehmen bekannt. In Zukunft will Shop Apotheke eine Lieferung noch am gleichen Tag anbieten. »7,5 Millionen Aufträge mit einer Lagerkapazität von 43.000 Sendungen werden bis zum Jahr 2026 möglich sein«, kündigte Marco Rigon, Operations Manager Logistics bei Shop Apotheke, an.

Shop Apotheke Europe ist derzeit in Deutschland, Österreich, Frankreich, Belgien, Italien, den Niederlanden und der Schweiz aktiv. Seinen Hauptsitz hat der Versandhändler im niederländischen Logistik-Zentrum Sevenum bei Venlo. Weitere Standorte sind Köln, Berlin, München, Warschau, Mailand, Lille, Eindhoven und Tongeren. Den meisten Umsatz erzielt das Unternehmen mit nicht-rezeptpflichtigen Medikamenten.

Hauptumsatz in deutschsprachigen Ländern

Im ersten Halbjahr 2022 steigerte Shop Apotheke im »Segment International«, wozu neben Italien auch Belgien, die Niederlande und Frankreich gehören, seinen Umsatz um 30 Prozent auf 137 Millionen Euro. In den ersten sechs Monaten des Vorjahres hatte das Unternehmen im internationalen Geschäft 106 Millionen Euro erzielt.

Den meisten Umsatz macht der Arzneimittel-Versandhändler aber in der »Dach-Region«, also in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dort wuchs der Umsatz im ersten Halbjahr 2022 um 6 Prozent auf 455 Millionen Euro. Die Zuwächse erzielte das Unternehmen bei nicht rezeptpflichtigen Medikamenten. Bei den rezeptpflichtigen Arzneimitteln sank der Umsatz im ersten Halbjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hingegen von 79 auf 63 Millionen Euro.

Unter dem Strich machte der Versandhändler in den ersten sechs Monaten des Jahres allerdings Verluste. Beim Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) vergrößerte sich der Fehlbetrag von minus 10 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2021 auf minus 41 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2022.

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