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PhiP im HV

Selbstmedikation bei Blasenentzündung

Weitere Therapieoptionen

Zur unterstützenden Behandlung und Prophylaxe eignet sich außerdem D-Mannose. Kaum resorbiert gelangt das Monosaccharid fast vollständig in die Blase. Dort fängt es E.-coli-Bakterien, die häufigsten HWI-Erreger, ab, bevor sie sich mit ihren Fimbrien an die natürlich im Urothel vorkommende Mannose anheften. Die Bakterien werden dann über den Urin ausgeschieden. »Bei häufig rezidivierender Zystitis der Frau kann Mannose empfohlen werden«, heißt es dazu in der aktuellen S3-Leitlinie.

Zudem kann ein leicht saurer Harn, etwa durch die Einnahme der harnansäuernden Aminosäure Methionin, das Bakterienwachstum in der Blase hemmen. Die Leitlinienautoren verweisen hier allerdings auf eine widersprüchliche Studienlage, sodass sie keine generelle Empfehlung aussprechen.

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