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Angsterkrankungen
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Schutzmechanismus außer Kontrolle

Angst ist eine Emotion, die Menschen vor Gefahren schützt und dadurch einen starken evolutionären Vorteil bietet. Aber sie wird zur Qual, wenn sie den Alltag beherrscht. Wichtig ist eine konsequente Behandlung der Angsterkrankung, um eine Chronifizierung zu verhindern.
AutorKontaktMartina Hahn
AutorKontaktSibylle C. Roll
Datum 07.12.2025  08:00 Uhr

Vor allem Frauen betroffen

Rund 15,3 Prozent der Menschen in Deutschland sind von Angsterkrankungen betroffen; diese stellen somit die häufigste psychische Erkrankung dar. Frauen erkranken doppelt so häufig wie Männer. Die größte Prävalenz findet man unter den 18- bis 34-Jährigen.

Dabei unterscheidet sich der Beginn der einzelnen Angsterkrankungen im Median wesentlich. Während die spezifische Phobie mit sieben Jahren, die soziale Phobie mit 13 Jahren und eine Panikstörung im Median mit 24 Jahren auftritt, beginnt die generalisierte Angsterkrankung erst deutlich später, im Mittel mit 31 Jahren. Depressive Erkrankungen sind die häufigste Komorbidität, aber auch Zwangserkrankungen, somatoforme Störungen, Essstörungen und Suchterkrankungen sind häufig (1).

Die Angsterkrankungen werden eingeteilt in

  • soziale Phobien,
  • spezifische Phobien,
  • generalisierte Angststörung,
  • Panikstörung und
  • Agoraphobie (Kästen).

Angsterkrankungen verlaufen meist chronisch. Patienten mit Panikstörung und generalisierter Angst zeigen eher einen phasenhaften Verlauf; die soziale Phobie ist eher durchgehend vorhanden.

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