Sartorius gibt nach einer Rückerstattung aus den USA zu viel gezahlte Zollzuschläge an seine Kundinnen und Kunden weiter. / © Sartorius
Der Labordienstleister und Pharmazulieferer Sartorius zahlt seinen Kundinnen und Kunden Geld zurück. Grund dafür ist, dass das Unternehmen nach einer Entscheidung des US Supreme Court kürzlich selbst Geld für zu viel entrichtete Zölle zurückerhalten hat. Das teilte der Göttinger Konzern bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen mit. Die Kundinnen und Kunden sollen jetzt für ursprünglich gezahlte Zollzuschläge entschädigt werden.
Bei den Halbjahreszahlen präsentierte das MDAX-Unternehmen eine positive Entwicklung. Sartorius profitiert weiterhin von der Nachfrage nach Verbrauchsmaterialien. Im ersten Halbjahr sei der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Prozent auf 1,81 Milliarden Euro gestiegen. »Das wiederkehrende Geschäft blieb der wichtigste Wachstumstreiber«, sagte Vorstandschef Michael Grosse. Zugleich habe sich das Geschäft mit Anlagen und Instrumenten weiter stabilisiert und sei zu leichtem Wachstum zurückgekehrt.
Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erhöhte sich im Berichtszeitraum um knapp vier Prozent auf 548 Millionen Euro. Damit schnitten die Niedersachsen in etwa im Rahmen der Erwartungen von Analystinnen und Analysten ab. Unter dem Strich verdiente Sartorius gut 122 Millionen Euro, nach 81 Millionen ein Jahr zuvor. Die Jahresziele bestätigte das Unternehmen.
Vor einem Jahr kündigte der US-Präsident willkürlich Zölle auf Produkte an, die der US Supreme Court ein halbes Jahr später als illegal einstufte. Neulich beunruhigte Donald Trump die Pharmaindustrie erneut, als er auf seiner Social-Media-Plattform »Truth Social« 100-prozentige Zölle auf Generika ankündigte.