| Lukas Brockfeld |
| 16.04.2026 14:00 Uhr |
Die Apobank hat ihre Geschäftszahlen für 2025 vorgelegt. / © Apobank
Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) schließt das Geschäftsjahr 2025 mit einer positiven
Entwicklung ab. Das teilte die Bank am Donnerstag mit. Der Jahresüberschuss stieg demnach auf 99,8 Millionen Euro (2024: 96,0 Millionen Euro). Damit wollen der Aufsichtsrat und der Vorstand der Vertreterversammlung erneut eine Dividende von 6 Prozent vorschlagen. Das operative Ergebnis vor Risikovorsorge beträgt 413,3 Millionen Euro (2024: 408,2 Millionen Euro) und bleibt damit nach Einschätzung der Bank das dritte Jahr in Folge »auf einem hohen Niveau«.
Matthias Schellenberg, Vorsitzender des Apobank-Vorstands, erklärte bei einer Pressekonferenz, dass das Jahr 2025 besonders erfolgreich gewesen sei. »Wir sind heute stärker aufgestellt als noch vor drei Jahren. Mit unserer ›Agenda 2025‹ hatten wir uns viel vorgenommen. Wir wollten schneller, schlanker und stärker werden. 2025 haben wir dieses Programm erfolgreich abgeschlossen und die Ergebnisse zeigen, diese Transformation trägt«, so der Vorstandsvorsitzende.
Im vergangenen Jahr habe die Bank beispielsweise die Zahl der Existenzgründungsfinanzierungen um 20 Prozent steigern können. Im Bereich der Immobilienfinanzierung sei sogar ein Plus von 40 Prozent verzeichnet worden. Die Nettoneumittel in der Vermögensverwaltung seien um 1,3 Milliarden Euro gestiegen. »Seit 2022 haben wir einen Anstieg unseres Depotvolumens von plus 55 Prozent«, erklärte Schellenberg. Damit betreut die Bank 9,4 Milliarden Euro (2024: 7,7 Milliarden Euro) im mandatierten Geschäft. Die Zahl der Kunden stieg 2025 um knapp 8000 auf 513.665, darunter 111.591 Mitglieder.
2025 habe man außerdem über 300 Neugründungen und Übernahmen von Apotheken finanziert, was in etwa dem Niveau der vergangenen Jahre entspreche. Die stagnierende Zahl sei positiv zu werten, da der Apothekenmarkt insgesamt schrumpfe.
Der Vorstandsvorsitzende betonte, dass die globalen politischen und wirtschaftlichen Bedingungen aktuell sehr schwierig seien. Außerdem brauche das deutsche Gesundheitssystem tiefgreifende Reformen. »Die Bundesregierung steht vor der Herkulesaufgabe, die Finanzen der GKV und der Pflegeversicherung zu stabilisieren. Die GKV-Finanzkommission hat einen ganzen Werkzeugkasten mit vielen Sparvorschlägen präsentiert. Jetzt braucht es einen gesundheitspolitischen Masterplan, der die Finanzierung langfristig stabilisiert und die Versorgung sichert. 2026 erwarten wir Entscheidungen bei zentralen Themen«, so der Apobank-Chef.
Da die Apobank aufgrund ihres Geschäftsmodells nur indirekt von der chaotischen Weltwirtschaft betroffen ist, blickt die Bank dennoch mit Optimismus auf das laufende Jahr. »Wir wollen 2026 das gute operative Niveau halten und werden weiterhin konsequent in unser Kundengeschäft investieren. Für 2026 planen wir mit einem stabilen Ergebnis – und einer verlässlichen Dividende für unsere Mitglieder. Sollte der positive Jahresstart sich fortsetzen, werden wir das Ergebnis 2025 sogar leicht übertreffen können«, hofft Apobank-Finanzvorstand Christian Wiermann.