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Pandemieeffekt
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Rund 25 Prozent weniger Grüne Rezepte

Während der Coronavirus-Pandemie haben die Ärzte deutlich weniger Grüne Rezepte ausgestellt. Und auch die Top-Produktgruppen haben sich laut den Ergebnissen des sogenannten IQVIA Diagnosis Monitors deutlich verschoben.
AutorKontaktJennifer Evans
Datum 23.09.2021  15:00 Uhr

Vitamin D-Präparate punkten

Allerdings gingen die grünen Verordnungen auch im Bereich der erkältungsunabhängigen Produktgruppen im einstelligen Bereich zurück wie etwa bei dermatologischen Antimykotika (minus 5,2 Prozent) oder systemischen Antihistaminika (minus 6,4 Prozent). Zugelegt haben unter den Top-10-Kategorien hingegen Vitamin-D-Präparate mit einem Plus von 10 Prozent sowie Mittel gegen Verstopfung mit knapp 4 Prozent. Nach IQVIA-Einschätzung steht auch diese Entwicklung im direkten Zusammenhang mit der Pandemie, »da Vitamin D zeitweilig als möglicherweise empfehlenswert zur Prävention diskutiert wurde, und Bewegungsmangel als verstärktes Phänomen in dieser Zeit erörtert wird«.

Auf die Erkältungsmittelgruppen entfällt in der untersuchten Zeitspanne ein Anteil von insgesamt 15,1 Prozent, während es 2019/2020 noch 28 Prozent waren. Nicht überraschend ist ebenfalls, dass Präparate, die bei Schmerzen, Schnupfen und Verdauungsproblemen zum Einsatz kamen oder zu den Vitaminen zählen, das aktuelle Top-10-Ranking anführen. Im Vorjahr waren die Top-Plätze dagegen stärker mit Erkältungs- und Schmerzmittel besetzt.

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