| Laura Rudolph |
| 13.05.2026 18:00 Uhr |
Die beobachteten Personen schliefen im Median 7 Stunden und 56 Minuten, also knapp acht Stunden pro Nacht. Um die Schlafregelmäßigkeit zu bestimmen, untersuchten die Forschenden, wie stark die Einschlafzeiten von Tag zu Tag variierten. Dafür berechneten sie die durchschnittliche Abweichung innerhalb einer Woche. Als regelmäßig galt ein Schlafrhythmus mit maximal etwa ±33 Minuten Abweichung, als mittelmäßig bei rund ±59 Minuten und als unregelmäßig bei etwa ±108 Minuten – also fast zwei Stunden Unterschied zwischen einzelnen Tagen.
In der Nachbeobachtungszeit von rund zehn Jahren erlitten 128 Teilnehmer (4,0 Prozent) ein schwerwiegendes Herz-Kreislauf-Ereignis. Wer kürzer als der Median (≤ 7h 56min) schlief und dazu unregelmäßig ins Bett ging, hatte ein etwa doppelt so hohes Risiko für ein solches Ereignis (Hazard Ratio: 2,01). Die Regelmäßigkeit der Aufstehzeit spielte hingegen keine Rolle. Bei Personen mit längerer Schlafdauer (> 7h 56min) zeigten sich insgesamt keine Zusammenhänge zwischen Schlafregelmäßigkeit und Herz-Kreislauf-Risiko. Die Ergebnisse blieben auch stabil, als Schichtarbeiter aus der Analyse ausgeschlossen wurden.