Pharmazeutische Zeitung online
Wochenendworkshop

Risiken des anticholinergen Syndroms

Die diesjährigen Wochenendworkshops Patient & Pharmazeutische Betreuung finden am 28. und 29. Oktober 2018 in Hannover sowie am 10. und 11. November 2018 in Jena statt.
19.09.2018
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Sie bieten kompetente Referenten sowie spannende Vorträge und Workshops mit vielseitigen Themen und zahlreichen Möglichkeiten zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch. Neben den Vorträgen zu Erfolgsfaktoren für das interprofessionelle Medikationsmanagement und zukunftsorientierten Innovationen in der Pharmazeutischen Technologie können die Teilnehmer vier von sechs parallel stattfindenden Seminaren besuchen.

Im Seminar »Anticholinerges Syndrom – Risiken erkennen und bewerten« gibt Apothekerin Dr. Nina Griese-Mammen einen Überblick über das anticholinerge Syndrom. Anticholinerge Nebenwirkungen kommen vor allem bei älteren Patienten häufig vor und können bei alleiniger Gabe, aber auch bei der Kombination bestimmter Medikamente auftreten. Anticholinerge Wirkungen werden zum Teil therapeutisch genutzt, wie bei urologischen Spasmolytika. Bei anderen Arzneistoffen, zum Beispiel bei Antidepressiva und Antihistaminika, sind anticholinerge Effekte Nebenwirkungen. Diese äußern sich unter anderem in Obstipation, Seh- und Miktionsstörungen sowie Mundtrockenheit. Es können auch Verwirrtheit, Sedierung und kognitive Einschränkungen auftreten. In der Apotheke gilt es, vor allem bei OTC-Arzneimitteln, Interaktionsmeldungen sowie bei der Kombination mehrerer anticholinerg wirkender Arzneistoffe das Risiko zu erkennen und zu bewerten. Die praxisbezogene Umsetzung ist Schwerpunkt des Seminars.

Das Programm, das Anmeldeformular sowie Informationen zu den Seminaren, Vorträgen und Veranstaltungsorten sind zu finden unter www.wews.de.

Foto: Shutterstock/Monkey Business Images

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