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Pflanzenverhalten
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Reissamen hören den Regen

Nicht nur von klassischer Musik lassen sich Pflanzen stimulieren, sondern auch vom Sound der Regentropfen – oder genauer: von der Schallübertragung im Wasser. Laut einer Studie kann der akustische Reiz ihre Keimung beschleunigen.
AutorKontaktJennifer Evans
Datum 14.07.2026  07:00 Uhr

Braucht es ein Bewusstsein?

Viele Befunde sprächen dafür, dass Pflanzen Geräusche wahrnehmen, hebt Thompson hervor. Erbsenwurzeln beispielsweise folgten dem Klang von Wasser durch ein Labyrinth. Ihre Triebe könnten Untersuchungen zufolge sogar auf Windgeräusche eines Ventilators reagieren, wenn sie nach Licht suchten. Pflanzen erzeugen elektrische Signale, die an Nervensignale erinnern. Sie schließen Fallen, falten Blätter oder steuern Wachstum. Vieles bleibt unsichtbar, weil Pflanzen langsam reagieren.

Dem Pflanzenbiochemiker stellt sich die Frage nach dem Bewusstsein. Zwar besäßen Pflanzen kein Gehirn oder Nervensystem, allerdings habe man elektrische Signale beobachten können, die denen von Nerven ähnelten. Noch sei jedoch oftmals unklar, welche Funktion diese haben könnten, schreibt er. Den Grund dafür sieht er unter anderem darin, dass Pflanzen häufig auf eine Weise reagieren, die für Menschen nicht offensichtlich ist.

Thompson erinnert daran, dass manche Forschende Bewusstsein als Wahrnehmung der Umwelt definieren. In diesem Sinn reagieren alle Organismen auf äußere Reize – auch Reiskeimlinge.

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