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Dysmenorrhö

Regelschmerzen wirksam lindern

Pflanzliche Unterstützung

Zu den Arzneipflanzen, die laut Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel HMPC der Europäischen Arzneimittelagentur bei Krämpfen im Zusammenhang mit der Menstruation traditionell zum Einsatz kommen, gehören unter anderem Hirtentäschelkraut, Schafgarbenkraut und Himbeerblätter. Sie sollten üblicherweise ab drei bis fünf Tage vor Beginn und während der Menstruation mehrmals täglich angewendet werden. Mitunter können auch eine regelmäßige Anwendung und Geduld erforderlich sein, um eine ausreichende Wirkung zu erzielen. Vergleichsweise neu in der Reihe der pflanzlichen Therapieoptionen ist Ingwerwurzel. 750 bis 2000 mg Ingwerpulver, angewendet an den ersten drei bis vier Tagen der Menstruation, konnten einer Übersichtsarbeit zufolge die Beschwerden einer primären Dysmenorrhö lindern.

Allein oder in Kombination können außerdem physikalische Maßnahmen, insbesondere Wärmeanwendungen, empfohlen werden, etwa eine Wärmflasche, ein Kirschkernkissen oder – auch unterwegs einsetzbar – ein Wärmepflaster, das die verkrampfte Muskulatur entspannen hilft. Zur nicht-medikamentösen Prophylaxe können unter anderem eine Änderung von Lebensgewohnheiten und Entspannungsverfahren beitragen. Zu den vermeidbaren Risikofaktoren, die eine Dysmenorrhö begünstigen können, gehören Rauchen, Alkoholkonsum und Stress.

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