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Neue Vorab-Spezifikation
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Redcare sieht PoPP auf Kurs

Card Link läuft aus und PoPP etabliert sich – eine neue Authentifizierungstechnologie der Gematik für den Zugriff auf E‑Rezepte und weitere Dienste der Telematik-Infrastruktur (TI). Versender Redcare meldet jetzt, dass die Gematik einen weiteren Spezifikationsentwurf für den Proof of Patient Presence (PoPP) veröffentlicht habe.
AutorKontaktPZ
Datum 08.09.2026  10:30 Uhr

Das PoPP-Verfahren soll nach und nach Card Link ablösen. Card Link war von den Versendern selbst entwickelt worden, um sicherzustellen, dass sie den Rx-Markt digital bedienen können. Perspektivisch soll die Gesundheits-ID als Versicherungsnachweis dienen.  Card Link war von vornherein als Brückentechnologie vorgesehen.

Auf dem Weg zur Gesundheits-ID sieht sich Versender Redcare nun einen Schritt weiter. Mit dem neuen Spezifikationsentwurf werde »eine wesentliche technische Grundlage« dafür gelegt, »dass Redcare Pharmacy und andere Akteure im Gesundheitswesen künftig die Gesundheits-ID als Authentifizierungsmöglichkeit für ihre Kund:innen in der Fernversorgung anbieten können«, teilte das Unternehmen mit.

Die aktuelle Veröffentlichung knüpfe an die im Januar 2026 gestartete Spezifikation von PoPP für Anwendungsfälle in der Fernversorgung an. Der Entwurf sei ausdrücklich auf eine Erweiterung um zusätzliche Verfahren wie die eGK ausgelegt. Die konkrete technische Ausgestaltung dieser Zugangswege werde Gegenstand weiterer Spezifikationen sein.

Gleichzeitig werde die Card-Link-Lösung verlängert – hier sieht der Versender zusätzliche Planungssicherheit. Redcare geht von einer Verlängerung bis März 2028 aus.

Olaf Heinrich, CEO von Redcare Pharmacy, kommentiert: »Wir begrüßen diesen weiteren wichtigen Schritt bei der Entwicklung von PoPP. Unser Ziel ist es, unseren Kundinnen und Kunden auch in Zukunft einen einfachen, sicheren und vollständig digitalen Zugang zur E-Rezept-Einlösung zu ermöglichen. Die Gesundheits-ID eröffnet hierfür zusätzliche Möglichkeiten. Positiv zu bewerten ist außerdem, dass die Gematik bereits weitere Zugangswege für die Fernversorgung anvisiert. Dazu zählen insbesondere die elektronische Gesundheitskarte und perspektivisch auch die EUDI-Wallet.«

Der Technologie-Übergang hatte den Versendern zwischenzeitlich Unruhe beschert, nachdem Börsenanalysten diesbezüglich vor einem Risiko gewarnt hatten. Patienten ohne Gesundheits-ID könnten beim E-Rezept außen vor sein, so die Warnung. Ohne Card Link wären die Versender dann abgeschnitten. Der Kommentar sorgte für kurze, aber heftige Kursschwankungen.

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