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USA
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Purdue Pharma hat Mitschuld an Opioid-Krise

Das US-amerikanische Unternehmen Purdue Pharma gilt als einer der Hauptverursacher der Opioid-Krise in den USA. Ein Gericht hat die insolvente Firma, die ihr Fehlverhalten bedauert, nun zu einer milliardenschweren Geldstrafe verurteilt.
AutorKontaktMelanie Höhn
Datum 30.04.2026  15:00 Uhr

Richterin verlangte Entschuldigung

Bevor die US-Bezirksrichterin Madeline Cox Arleo in Newark die Vereinbarung zur Strafmilderung am Dienstag annahm, hörte sie fast sieben Stunden lang Zeugenaussagen von Menschen an, die die Rolle des Unternehmens bei der Verschärfung der Opioidkrise in den Vereinigten Staaten anprangern wollten. Über 200 Opfer schickten Briefe mit persönlichen Geschichten über Sucht und Verlust an das Gericht, und mehr als 40 sagten im Gerichtssaal aus, wie Reuters weiter berichtet.

Arleo wies den Purdue-Vorsitzenden Steve Miller an, sich im Gerichtsgebäude direkt bei den Opfern zu entschuldigen. Dies tat er und erklärte, das Unternehmen bedauere das vergangene Fehlverhalten zutiefst und übernehme die Verantwortung dafür.

»Wir entschuldigen uns zutiefst für all das, was geschehen ist und von den Opfern heute hier so eindrücklich geschildert wurde«, sagte Miller. Anschließend entschuldigte sich auch Arleo. Sie erklärte, die Regierung habe mehrere Gelegenheiten verpasst, Purdue daran zu hindern, Ärzte und Patienten über das Suchtpotenzial von Oxycontin zu täuschen.

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