| Laura Rudolph |
| 07.05.2026 11:00 Uhr |
Einen Monat nach der Einnahme berichteten die Teilnehmenden über ein besseres Wohlbefinden und mehr psychologische Einsicht. Dabei gab es einen deutlichen Zusammenhang: Je stärker die EEG-Veränderungen im Gehirn während der akuten Phase gewesen waren, desto deutlicher verbesserten sich Wohlbefinden und Einsicht im weiteren Verlauf. »Psilocybin scheint festgefahrene Muster der Gehirnaktivität aufzulockern und Menschen die Möglichkeit zu geben, tief verankerte Denkmuster zu überdenken«, erklärt der Erstautor in einer Pressemitteilung. »Dass diese Veränderungen mit mehr Einsicht und verbessertem Wohlbefinden einhergehen, ist besonders spannend.«
Die Hirnscans (DTI‑Messungen) nach einem Monat zeigten Veränderungen in Faserbahnen, die den präfrontalen Cortex (zuständig unter anderem für Planung, Selbstkontrolle und Entscheidungen) mit tiefer gelegenen Hirnregionen verbinden, die unter anderem Emotionen und Motivation steuern. Die gemessenen Werte deuten auf eine gewisse Neuroplastizität hin, also dass sich die Neuronennetzwerke leicht umgebaut haben könnten. Allerdings betonen die Autoren, dass sich aus den Messwerten nicht eindeutig ableiten lässt, welche konkreten strukturellen Veränderungen im Gehirn stattgefunden haben.