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Lieferengpässe
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»Problem hat sich deutlich verbessert«

Die Lieferengpass-Problematik bleibt auch in diesem Jahr angespannt. Im ZDF »Heute Journal« erklärte Bundesgesundheitsminister Professor Karl Lauterbach (SPD), warum sich die Lage trotzdem verbessert hat und welche Probleme es dennoch gibt.
AutorKontaktMelanie Höhn
Datum 16.10.2024  12:32 Uhr

Neue Rabattverträge sollen helfen

Damit meint Lauterbach unter anderem die reformierten Rabattverträge: »Jeder, der über solche Verträge Deutschland beliefert, muss nun sechs Monate lang Lagerung nachweisen – damit löst sich das Problem«, so der Bundesminister. »Der Preis ist dann höher, aber wir sind auch die Engpässe los.« Leider sei derzeit noch ein großer Teil der alten Rabattverträge wirksam. Deren Reformierung hätte schon vor Jahren geschehen müssen, kritisierte Lauterbach, »dann wären uns die meisten dieser Engpässe einfach erspart geblieben«. 

Ein Prozent der Arzneimittel würden derzeit fehlen, die meisten seien jedoch ersetzbar durch andere Präparate. Bei den Fiebersäften und Antibiotika für Kinder wirke das im vergangenen Jahr beschlossene Arzneimittel-Lieferengpassbekämpfungs- und Versorgungsverbesserungsgesetz (ALBVVG) bereits. Hier seien derzeit keine Lieferengpässe zu erwarten. »Die Hersteller haben uns versichert, dass die Produktion hochgefahren worden ist«, so der Bundesminister. 

Im Gesetz seien darüber hinaus die Voraussetzungen geschaffen worden, dass jeder, der in Deutschland über Rabattverträge Antibiotika und Krebsmedikamente verkaufen wolle, die Hälfte der Produktion in Europa ansiedeln müsse. »Somit bringen wir die Produktion systematisch nach Europa zurück.«

Derzeit arbeite das BMG auch mit der Europäischen Kommission zusammen, damit dieses Modell auch in anderen Ländern aufgegriffen werde. Lauterbach: »Wir sind auf dem richtigen Weg. Wir lösen das Problem und es wird schon besser.«

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