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Herzenssache
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Prävention schenkt Lebensjahre

Die aktualisierte europäische Leitlinie zur kardiovaskulären Prävention empfiehlt einen individualisierten und praxisnahen Ansatz. Die gesteckten Ziele sollen die Patienten nicht überfordern und die Adhärenz verbessern.
AutorKontaktNicole Schuster
Datum 27.03.2022  08:00 Uhr

Risikofaktoren lebenslang behandeln

Die kardiovaskuläre Prävention kann für einige Patienten bedeuten, täglich mehrere Arzneimittel einnehmen zu müssen. »Das kann auf Unverständnis stoßen, da Risikofaktoren wie ein hoher Blutdruck nicht weh tun und dem Patienten dadurch keinen unbedingten Handlungsbedarf signalisieren«, sagt Laufs. Eine gute Betreuung durch das Apothekenteam könne die Adhärenz verbessern; vorteilhaft sind die modernen Kombinationspräparate. Gerade für ältere Patienten ist es eine große Stütze, wenn die Apotheke die Tabletten patientenindividuell zusammenstellt. Apotheker können sich zudem verstärkt bei Screening-Untersuchungen engagieren und Blutdruck und bestimmte Blutwerte bestimmen.

Nicht zuletzt können sie ermutigen, die Medikamente wirklich anzuwenden. Um zu überzeugen, kann die Sichtweise von Laufs helfen: »Von der Evolution aus gesehen müssen wir gar nicht so alt werden. Wir haben gut verträgliche Medikamente, die durch Kontrolle der Risikofaktoren das Leben verlängern.« Adhärenz sollte also mehr als eine lästige Pflicht sein.

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