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Geschäftsbericht 2018/19

Phoenix meldet Rekordwert

Im Geschäftsjahr 2018/19 liegt die Gesamtleistung der Phoenix Group rund 5 Prozent über dem Vorjahreswert- Der Großhändler meldet dies als Rekordwert in der Firmengeschichte. Allerdings machten Kürzungen der Apothekenvergütung im Vereinigten Königreich den Ertragsprognosen einen Strich durch die Rechnung.
Jennifer Evans
24.05.2019
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Trotz schwieriger Rahmenbedingungen ist die Phoenix Group nach eigenen Angaben zum neunten Mal in Folge stärker als die internationalen Pharmamärkte gewachsen. Im abgeschlossenen Geschäftsjahr ist demnach die Gesamtleistung, die sich aus Umsatzerlösen und dem bewegten Warenvolumen zusammensetzt, auf mehr als 33 Milliarden Euro gestiegen gegenüber 31,5 Milliarden Euro im Vorjahr. Das Umsatzplus lag gegenüber dem Vorjahr bei 3,6 Prozent und erreichte damit rund 26 Milliarden Euro.

Obwohl der Pharmagroßhändler das Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (Ebitda) gegenüber dem Vorjahr von 468 Millionen Euro auf gut 471 Millionen Euro steigern konnte, kam beim Periodenergebnis unterm Strich ein Minus von 112 Millionen Euro heraus. Dem Unternehmen zufolge lag das an Abwertungen von Geschäfts- und Firmenwerten in Höhe von rund 280 Millionen Euro. Und auch die Kürzung der Apothekenvergütung im Vereinigten Königreich machten sich demnach bemerkbar und haben die Ertragsprognosen reduziert. 

Dafür konnte Phoenix in Sachen Eigenkapital punkten. Dies erhöhte sich dank einer Kapitaleinlage von rund 335 Millionen Euro auf mehr als 2,8 Milliarden Euro. Der damit erzielte Entwicklungsanstieg auf 33,5 Prozent sei besser als prognostiziert, so das Unternehmen.

Ausbau im europäischen Markt

Außerdem gelang es dem Pharmagroßhändler sein Apothekenportfolio in Rumänien auszubauen. »Mit der Akquisition des Pharmagroßhändlers Farmexim und der landesweiten Apothekenkette Help Net hat die Phoenix Group in Rumänien einen neuen attraktiven Markt erschlossen. Die Unternehmen stärken unsere Position als integrierter Gesundheitsdienstleister«, so der Vorstandsvorsitzende der Phoenix Pharma SE, Oliver Windholz. Darüber hinaus sind dem Unternehmen zufolge in Serbien mehr als 600 Beschäftige hinzugekommen. Dort habe man eine Apothekenkette übernommen. Konzernweit erhöhte sich so die Anzahl der Mitarbeiter von 34.000 auf 37.000.

In den Ausbau und die Modernisierung des Apothekennetzwerks, der Vertriebszentren sowie in Automatisierungstechnik sowie Logistikdienstleistungen für die Pharmaindustrie hat die Gruppe im vergangenen Geschäftsjahr nach eigenen Angaben europaweit rund 176 Millionen Euro investiert. Die Marktposition in Europa wolle man auch in Zukunft weiter ausbauen, heißt es. Windholz zeigt sich optimistisch und erwartet für das kommende Geschäftsjahr 2019/20 im Bereich der europäischen Pharmamärkte erneut ein Wachstum.

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