Pharmazeutische Zeitung online

Bilanz: Phoenix ist zufrieden mit der Geschäftsentwicklung

Die Phoenix Group ist auf Wachstumskurs. Bei der heutigen Bilanzvorlage für das Geschäftsjahr 2016/17 in Mannheim zeigte sich der Vorsitzende der Geschäftsführung, Oliver Windholz (Foto), zufrieden mit der soliden wirtschaftlichen Geschäftsentwicklung des Unternehmens. Auch wenn Marge bei anhaltend hohem Wettbewerbsdruck auf dem deutschen Markt verloren ging.

 

Der Konzernumsatz des europaweit tätigen Pharmahändlers nahm um 5,1 Prozent auf 24,4 Milliarden Euro zu, der Gesamtumsatz ist um 6,1 Prozent auf 30,2 Milliarden Euro gestiegen. Ein «Rekordwert», so Windholz. Damit sei die Phoenix Group, die zu den Top 100 unter den europäischen Unternehmen zähle, stärker als der Markt gewachsen.

 

Marktführerschaft und Kosteneffizienz fest im Blick, setzte das Unternehmen auch im vergangenen Geschäftsjahr auf den Ausbau von Groß- und Einzelhandel sowie Serviceangebote im Pharmasektor. Auf mehr als 2000 eigene Apotheken baute der Konzern sein europäisches Apothekenportfolio aus. Mit der «Phoenix-Pharmacy-Partnership» ging das größte europäische Netzwerk für Apotheken-Kooperationsprogramme an den Start. Zur Steigerung der Erträge und eine stärkere Marktposition sollen damit über 12.000 Apotheken und eine große Anzahl pharmazeutischer Hersteller unter anderem Zugang zu wirtschaftlicheren Einkaufsmöglichkeiten und neuen Digitalisierungsprogrammen erhalten. Mit der Servicemarke «All-in-One» investiert die Phoenix Group zudem in mehr Dienstleistungen für die Pharmaindustrie. Unter dem Namen «Livplus» geht am 1. Juni 2017 ein neues Kooperationsprogramm in Deutschland an den Start.

 

Neu und erfolgsversprechend ist laut Windholz die Einführung der europaweiten Eigenmarke «Livsane» am 1. Juli 2017 auch in deutschen Apotheken - mit zunächst rund 80 Produkten hierzulande unter anderem aus den Kategorien OTC-Arzneimittel, Beauty, Schwangerschaftstests oder Nahrungsergänzungsmittel. Ein dreistelliger Millionenbetrag solle damit umgesetzt werden, so der Phoenix-Chef, und nicht zuletzt kämen so auch Produkte von der Drogerie zurück in die Apotheke.

 

Für 2017/18 sieht Windholz die Phoenix Group auf gutem Kurs. Auch das EBITDA, also das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, solle spürbar wieder ansteigen. Im abgelaufenen Jahr war der Wert von 495,4 Millionen Euro auf 417,8 Millionen Euro zurückgegangen. Maßgeblich dafür waren ein gestiegener Margendruck in Deutschland und Großbritannien und das schwächelnde Britische Pfund. (uaw)

 

23.05.2017 l PZ

Foto: Phoenix Group