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Krätze-Behandlung
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Permethrin als erste Wahl

Skabies (Krätze) ist weiterhin ein Tabuthema. Dabei ist die ansteckende Krankheit lokal effektiv behandelbar – wenn man es richtig macht. Dabei dürfen Kontaktpersonen und kleine Kinder als Infektionsquelle nicht vergessen werden.
AutorKontaktBrigitte M. Gensthaler
Datum 15.04.2021  18:00 Uhr
Auch perorale Therapie mit Ivermectin möglich

Auch perorale Therapie mit Ivermectin möglich

Zur oralen Therapie ist Ivermectin für Patienten ab 15 kg Körpergewicht in Deutschland zugelassen; bei gesicherter Diagnose werden in der Regel einmalig 200 µg/kg Körpergewicht eingenommen. Bei der Berechnung der notwendigen Tablettenzahl ist stets auf ganze Tabletten aufzurunden. Die Einnahme erfolgt mit einem Glas Wasser auf leeren Magen, idealerweise im Abstand von zwei Stunden zu einer Mahlzeit.

Im Anschluss an die topische Behandlung sollte man die Haut mit pflegenden Salben oder Cremes behandeln, um Austrocknung/Irritationen zu vermeiden oder zu vermindern. Zur Behandlung des postskabiösen Ekzems werden topische Corticosteroide eingesetzt.

Bei der Aufklärung über die Krätze, ihre Übertragung, Symptome und Maßnahmen helfen laienverständliche Patienteninformationen, wie sie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in mehreren Sprachen erstellt hat.

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