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| 07.02.2005 00:00 Uhr |
Novartis schielt auf Hexal
07.02. dpa. Der Pharmakonzern
Novartis erwägt einem Zeitungsbericht zufolge die Übernahme des
Generika-Herstellers Hexal. Es würden Gespräche mit dem Ziel einer Übernahme
der gesamten Gruppe oder strategischer Teile «in welcher Form auch immer»
geführt, berichtete die «Welt» (Montagausgabe) unter Berufung auf Finanz-
und unternehmensnahe Kreise. Auch wenn sich die Verhandlungen nicht mehr im
Anfangsstadium befänden, könnte ein Scheitern nicht ausgeschlossen werden.
Hexal-Chef Thomas Strüngmann hatte der «Welt» am Samstag allerdings mehrere
Optionen für die Nachfolge-Regelung im Unternehmen bestätigt, dazu gehöre
auch ein Verkauf. Ein Börsengang sei aber derzeit auf Eis gelegt. Er sei
zwar weiterhin eine Option, betonte Strüngmann, würde aber im Moment nicht
weiter verfolgt. Durch eine Übernahme der Nummer zwei auf dem deutschen
Generika-Markt würde Novartis dem Bericht zufolge zum Branchenprimus vor
Ratiopharm aufsteigen und die strukturellen Defizite seiner eigenen
Generika-Tochter Sandoz lösen.
Ulla Schmidt:
Hausarztmodelle schneller umsetzen
07.02. dpa.
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) geht die Einführung der mit
der Gesundheitsreform 2003 beschlossenen Hausarztmodelle nicht schnell
genug. "Es gibt noch immer viel zu wenige dieser Modelle. Im Gesetz steht,
dass jede Krankenkasse eine Hausarzt-zentrierte Versorgung anbieten muss",
sagte Schmidt der "Berliner Zeitung" (Montag). Bislang hätten nur die Barmer
Ersatzkasse ein bundesweites und die AOK Sachsen-Anhalt ein landesweites
Hausarztmodell auf den Weg gebracht, bedauerte Schmidt. Zudem gebe es "erste
einzelne" Hausarztverträge in den Regionen. Das Hausarztmodell der Barmer,
an dem auch die Hausapotheken beteiligt sind, stößt schon vor dem
offiziellen Start auf großes Interesse. "Bereits jetzt haben sich einige
Tausend gemeldet, obwohl die Listen erst von März an ausliegen", sagte Klaus
Richter vom Vorstand in Düsseldorf. Es werde damit gerechnet, dass
mindestens 1,4 Millionen der 5,4 Millionen Barmer-Mitglieder von Anfang an
dabei sind.
Musik macht müde
07.02. Mit Musik lassen sich
nicht nur Babys besser in den Schlaf wiegen, sie hilft auch älteren
Menschen. Das berichten Forscher aus Taiwan in der Februarausgabe des
britischen "Journal of Advanced Nursing" (Bd. 49, S. 234). Für die Studie
hörten 30 Probanden westliche oder chinesische Entspannungsmusik vor dem
Einschlafen. Sie schliefen schneller ein und berichteten über eine deutlich
bessere Schlafqualität, wie Hui-Ling Lai von der Tzu-Chi-Universität in
Taiwan schreibt. Die Probanden schliefen zudem länger und hatten tagsüber
weniger Beschwerden. Auch die Herzschlag- und Atemfrequenz während der Nacht
wurde ruhiger. An der Studie hatten 60 Großstadteinwohner im Alter von 60
bis 83 Jahren teilgenommen, die alle Schlafstörungen hatten und keine
Medikamente dagegen nahmen. "Der Unterschied zwischen der Musik- und der
Kontrollgruppe war signifikant", erläutert Hui-Ling Lai.
Schering gliedert Dermatologie-Geschäft
aus
04.02. dpa. Der drittgrößte
deutsche Pharmakonzern Schering will mit einer neuen Tochter das
Dermatologie-Geschäft beleben. Auf dem Markt der Medikamente gegen
Hautkrankheiten solle die Intendis GmbH bis Ende 2010 zu den weltweit zehn
größten Firmen aufsteigen, kündigte Geschäftsführer Wolfgang Kehr am
Donnerstag in Berlin an. Mit 200 Millionen Euro Umsatz lag die
Schering-Dermatologiesparte im vergangenen Jahr auf Platz 19. Zudem soll mit
der neuen Tochter die bislang erfolglose Suche nach Partnern vorangetrieben
werden. Die Ausgliederung der Dermatologie-Sparte ist Bestandteil eines
Wachstumsprogramms, das sich Schering im vergangenen Jahr verordnet hatte.
Vorstandschef Hubertus Erlen will sich stärker aufs Kerngeschäft
konzentrieren. Im laufenden Jahr soll Intendis bei einem Umsatz von 216
Millionen Euro einen Gewinn in einstelliger Millionenhöhe erwirtschaften.
Vom nächsten Jahr an soll die Rendite dann bei 18 Prozent liegen. Die Marke
von 250 Millionen Euro Jahresumsatz soll 2007 überschritten werden. Das
Unternehmen hat weltweit mehr als 600 Beschäftigte. Am Sitz in Berlin sind
rund 60 Mitarbeiter tätig, die größte Produktionsstätte befindet sich in
Mailand. Bislang ist Intendis zu 100 Prozent im Besitz von Schering. Bei der
Partnersuche ist der Konzern bereit, in eine Minderheitenposition zu gehen.
Mittelfristig wird auch ein Verkauf für möglich gehalten. Zum Thema
Börsengang sagte Kehr: „Das ist mittelfristig durchaus denkbar.“
Ärzte sollen bei
Alzheimer kein Ginkgo verordnen
04.02. dpa. Ärzte sollten
Alzheimer- und anderen Demenzkranken mehr moderne Medikamente statt
Ginkgo-Mittel verordnen. Das geht aus den neuen Therapieempfehlungen hervor,
die die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) am
Donnerstag in Berlin vorstellte. Der Hauptautor der Leitlinie, Hermann-Josef
Gertz von der Universität Leipzig, erklärte, moderne Antidementiva könnten
den Krankheitsverlauf im Schnitt um ein Jahr verzögern. Die Wirksamkeit der
häufig verabreichten Ginkgo-Präparate sei bislang hingegen nicht
nachgewiesen. Gertz sagte, in der Neufassung der Therapieempfehlungen habe
man zudem vor allem die zusätzliche Behandlung mit Antidepressiva und
Neuroleptika aufgenommen. Dadurch sollen Depressionen und
Verhaltensstörungen wie eine übergroße Aggressivität behandelt werden.
AkdÄ-Geschäftsführer Heiner Berthold erklärte, die vorgelegten Leitlinien
sollen den Vertragsärzten die „Grundlage für eine rationale Therapie“
liefern. Das Papier war zuletzt im Jahr 2001 aktualisiert worden und hatte
bereits damals zum Einsatz von Antidementiva geraten.
Schweiz erlaubt
Gewinnung embryonaler Stammzellen
04.02. In der Schweiz dürfen
Wissenschaftler künftig aus überzähligen menschlichen Embryonen Stammzellen
gewinnen und mit den Zellen forschen. Der Bundesrat verabschiedete ein
entsprechendes Gesetz, das am 1. März in Kraft treten soll. In einer
Volksabstimmung hatten sich Ende November mit mehr als 66 Prozent der
Schweizer Wähler überraschend viele für das Gesetz ausgesprochen. In
Deutschland ist die Forschung an menschlichen Embryonen verboten. Embryonale
Stammzellen aus älteren Zellkulturen dürfen mit besonderer Genehmigung
jedoch importiert und für Forschungszwecke genutzt werden. Das Gesetz in der
Schweiz sieht die Verwendung von Stammzellen aus überzähligen Embryonen vor,
die bei künstlichen Befruchtungen übrig geblieben sind. Die
Stammzellforschung ist mit der Hoffnung verbunden, eines Tages schwere und
bisher unheilbare Krankheiten wie Diabetes, Alzheimer oder auch
Querschnittslähmungen besser behandeln zu können. Nach diesem Gesetz muss
nun jedes Forschungsprojekt auf ethische und wissenschaftliche Kriterien hin
geprüft und vom Bundesamt für Gesundheit bewilligt werden. Die Erzeugung
eines Embryos zu Forschungszwecken bleibt verboten.
Hans-Günter Friese ist
ABDA-Ehrenpräsident
03.02. ABDA. Hans-Günter Friese
ist am Mittwoch in Berlin vom Gesamtvorstand der ABDA - Bundesvereinigung
Deutscher Apothekerverbände mit großer Mehrheit zum Ehrenpräsidenten gewählt
worden. Der 64-jährige stand von 1997 bis zum Dezember des vergangenen
Jahres als Präsident an der Spitze der ABDA und hatte sich nach zwei
Amtszeiten nicht wieder zur Wahl gestellt. „Mit der Ernennung zum
Ehrenpräsidenten möchte der ABDA-Gesamtvorstand seinem Dank für Hans-Günter
Frieses langjähriges, vorbildliches und unermüdliches Engagement für die
Apothekerinnen und Apotheker sichtbaren Ausdruck verleihen“, sagte der neue
ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf. Friese gehört seit 1972 dem Vorstand von
ABDA und Bundesapothekerkammer (BAK) an. Fast zwei Jahrzehnte lang
bekleidete er Spitzenämter auf Bundesebene – von 1984 bis 1994 als
BAK-Präsident und von 1997 an als ABDA-Präsident. Seit 1981 ist er Präsident
der Apothekerkammer Westfalen-Lippe. 1996 erhielt Hans-Günter Friese für
sein vielfältiges Engagement das Bundesverdienstkreuz am Bande. Seinem Amt
in Westfalen-Lippe wird sich der Apotheker weiterhin mit voller Kraft
widmen. Friese hat angekündigt, 2005 für eine mögliche siebte Amtszeit als
westfälisch-lippischer Kammerpräsident zu kandidieren.
Seehofer übernimmt VdK-Vorsitz in
Bayern
03.02. dpa. Der
stellvertretende CSU- Vorsitzende Horst Seehofer übernimmt den Vorsitz beim
Sozialverband VdK Bayern. „Ich mache es“, sagte Seehofer dem in Ingolstadt
erscheinenden „Donaukurier“. Zuvor hatte der VdK-Landesvorstand dem Blatt
zufolge Seehofer als Kandidaten für das vakante Ehrenamt nominiert. Die Wahl
soll spätestens Ende März stattfinden. Vom VdK war am Donnerstag zunächst
keine Bestätigung zu bekommen. Seehofer war im vergangenen Jahr wegen des
Streits um die Gesundheitspolitik der Union als CDU/CSU-Fraktionsvize im
Bundestag zurückgetreten. Als künftiger VdK-Landeschef will er sein
Bundestagsmandat und den stellvertretenden CSU-Vorsitz behalten. Parteichef
Edmund Stoiber hatte deutlich gemacht, dass dem nichts entgegensteht. Der
VdK hatte Seehofer die seit September vakante Führungsposition angeboten.
Bei einem ersten Treffen Mitte Januar hatte der frühere Gesundheitsminister
grundsätzliches Interesse signalisiert, sich aber zunächst Bedenkzeit
erbeten. Der VdK ist nach eigenen Angaben mit 1,4 Millionen Mitgliedern der
größte Sozialverband Deutschlands. Der bayerische Landesverband ist mit fast
einer halben Million Mitgliedern die stärkste Untergliederung.
Ulla Schmidt will Prävention
verbessern
03.02. dpa.
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) will die gesundheitliche
Vorsorge durch ein Präventionsgesetz deutlich verstärken. „Durch gezielte
Prävention und Gesundheitsförderung ist es möglich, die Gesundheit,
Lebensqualität, Mobilität und Leistungsfähigkeit nachhaltig zu verbessern
und einen großen Teil der sonst erforderlichen Kosten zu vermeiden“, sagte
Schmidt am Mittwoch in Berlin. Zuvor hatte das Kabinett ihren Gesetzentwurf
beschlossen. Vorsorgemaßnahmen für Einzelne sollten in Kursen für Bewegung
und gesunde Ernährung, Raucherentwöhnung und Rückenschulen bestehen, sagte
Schmidt. Angebote solle es aber auch in Kindergärten und Schulen, in
Betrieben und im kommunalen Bereich geben. In Senioreneinrichtungen könnten
alte Menschen trainiert werden, Stürze zu vermeiden. Vorsorge solle die
Entstehung chronischer Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck,
Herz-Kreislauf- und Rückenerkrankungen bremsen. Für die Behandlung von
Rückenerkrankungen allein müssten die Krankenkassen jährlich rund 3,5
Milliarden Euro ausgeben. Die Kosten durch Arbeitsausfall seien dabei noch
nicht mitgerechnet. Durch Vorsorge könnten die Ausgaben möglicherweise um
350 Millionen Euro gesenkt werden. Die Sozialversicherungen sollen nach
Schmidts Plänen jährlich mindestens 250 Millionen Euro aufwenden.
Erste Anzeichen für Grippewelle in
Deutschland
02.02. dpa. In Deutschland
könnte in den nächsten Wochen eine Grippewelle ausbrechen. Die
Viruszirkulation habe zugenommen, und vor allem in Süddeutschland sei die
Zahl der Erkrankungsfälle deutlich gestiegen, sagte Andrea Grüber von der
Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) am Mittwoch in Marburg. Besonders Kinder
und Jugendliche hätten häufiger den Arzt aufgesucht. „Es wäre aber verfrüht
zu sagen, dass wir am Anfang einer Grippewelle stehen.“ Menschen über 60
Jahre und chronisch Kranke sollten sich „ganz, ganz rasch“ impfen lassen,
riet Grüber. „Es ist nicht abzusehen, wie die Entwicklung in den nächsten
zwei Wochen verläuft - und so lange dauert es, bis sich der Impfschutz
aufbaut.“ Nach AGI-Angaben hat sich die Grippe in Spanien bereits
festgesetzt. Auch Portugal habe einen steilen Anstieg der Erkrankungszahlen
gemeldet, berichtete die Grippe-Expertin.
Roche wächst schneller
als der Weltmarkt
02.02. dpa. Der schweizerische Pharmakonzern Roche hat seinen Gewinn im vergangenen Jahr auf 6,6 Milliarden
Franken (4,26 Milliarden Euro) mehr als verdoppelt. Der Umsatz der
weitergeführten Sparten sei in lokalen Währungen um 12 Prozent (in Franken
um 9 Prozent) auf 29,5 Milliarden Franken und damit deutlich über dem
Marktdurchschnitt gewachsen, teilte das Basler Unternehmen am Mittwoch mit.
Auch im laufenden Jahr sei ein Wachstum über dem Weltmarkt geplant. „Wir
haben die ehrgeizigen Ziele, die wir uns für 2004 gesteckt hatten, erreicht
und einige sogar übertroffen», sagte Roche-Chef Franz B. Humer. Insgesamt
stieg der Konzernumsatz in lokalen Währungen um 3 Prozent und stagnierte in
Franken. Hintergrund ist der zwischenzeitliche Verkauf der Sparten Vitamin-
und Feinchemikaliengeschäft sowie rezeptfreie Medikamenten. Roche
konzentriert sich seither auf die Sparten Pharma (verschreibungspflichtige
Medikamente) und Diagnostics. Der Kernbereich Pharma wuchs um 13 Prozent in
Lokalwährung und 10 Prozent in Franken auf 21,7 Milliarden Franken. Zum
Wachstum hätten vor allem Medikamente gegen Krebs und Viruserkrankungen
beigetragen. Im Bereich Diagnostics betrug der Umsatz 7,83 Milliarden
Franken (plus 6 Prozent in Franken).
BfArM soll
Bundesagentur nach privatem Recht werden
02.02. dpa.
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) will das Bundesinstitut für
Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in eine Bundesagentur nach privatem
Recht umwandeln. „Ziel ist es, durch die Umstrukturierung die
Zulassungszeiten für neue Medikamente zu verkürzen und damit den
Pharmastandort Deutschland für den europäischen Wettbewerb zu
positionieren“, sagte Reinhard Kurth, kommissarischer Präsident der obersten
Arzneimittelkontrollbehörde in Bonn, dem Berliner „Tagesspiegel»
„(Mittwoch). Ein entsprechender Gesetzentwurf des Gesundheitsministeriums
liege den beteiligten Ressorts zur Abstimmung vor. Die Änderung solle am 1.
Oktober, spätestens aber am 1. Januar 2006 in Kraft treten. Der Vorsitzende
des Gesundheitsausschusses im Bundestag, Klaus Kirschner (SPD), befürchtet,
dass die Arzneimittelsicherheit zu kurz kommen könnte, wenn das Amt, das
künftig von den Gebühren der Industrie lebt, auch die Aufsicht über die
Sicherheit der zugelassenen Arzneimittel behält. „Im Interesse der Patienten
brauchen wir eine klare Trennung der Zulassungsbehörde von der
Marktüberwachung“, sagte er dem Blatt. Der Bundesverband forschender
Arzneimittelhersteller (VFA) begrüßte dagegen die Umstrukturierung.
Barcelona: Cannabis aus der Apotheke
01.02. dpa. In der
nordostspanischen Metropole Barcelona können bestimmte Patienten Cannabis
künftig legal in der Apotheke erwerben. Dies sieht ein Pilotvorhaben vor,
auf das sich die Behörden der Region Katalonien mit dem Madrider
Gesundheitsministerium verständigt haben. Das Experiment ist nach
Presseberichten vom Dienstag für Patienten bestimmt, die unter besonders
schweren Krankheiten wie Aids, Krebs, Multipler Sklerose oder chronischen
Schmerzen leiden. Sie sollen die Droge Cannabis, aus der Marihuana oder
Haschisch gewonnen wird, in der Form von Kapseln in 60 Apotheken und 4
Krankenhäusern erhalten können. Die Kapseln mit dem Cannabispulver sollen
Schmerzen Nebenwirkungen von Chemotherapien lindern. Für den Erwerb der
Droge sollen die Patienten besondere Ausweise erhalten. Das Pilotprojekt
soll sich auf ein Jahr beschränken. Auf die Zahl der teilnehmenden Patienten
haben die zuständigen Behörden sich bislang noch nicht verständigt. In den
Niederlanden hatte ein ähnliches Experiment nicht die erhofften Resultate
gebracht. Der Verkauf von Cannabis in den Apotheken blieb weit hinter den
Erwartungen zurück. Vor allem Coffee-Shops und illegale Anbieter erwiesen
sich auf Grund niedrigerer Preise als starke Konkurrenz für die Apotheken.
In Deutschland ist der Verkauf von Cannabis verboten.
Kassen kritisieren
Wegwerfmentalität
01.02. dpa. Die Hamburger
werfen nach Ansicht der Krankenkassen zu viele Medikamente in den Müll. Im
vergangenen Jahr seien mehr als drei Tonnen Arzneimittel bei der
Stadtreinigung gelandet. „Der sorgfältige Umgang mit Medikamenten scheint
schwer zu lernen zu sein“, sagte der Leiter der Hamburger
Ersatzkassenverbände, Günter Ploß, am Dienstag. Er appellierte an die
Versicherten, sich nur Medikamente verordnen zu lassen, die auch gebraucht
würden. Wegwerfen schädige Beitragszahler und Kassen. Patienten können ihre
alten Medikamente in Apotheken oder bei der Stadtreinigung abgegeben. Dort
werden sie von einer Spezialfirma entsorgt. Ein großer Teil der nicht
verbrauchten Medikamente wird allerdings nicht ordnungsgemäß entsorgt und
landet im Hausmüll. So könnten Schadstoffe in die Umwelt gelangen. Insgesamt
endet nach Expertenschätzung jede fünfte Packung auf dem Müll - ein Verlust
von jährlich mehr als vier Milliarden Euro deutschlandweit.
Verwaltungskosten der
Kassen sinken
01.02. dpa. Das
Bundesgesundheitsministerium wies darauf hin, dass in den Jahren 2001 bis
2003 - also vor Inkrafttreten der Gesundheitsreform - die
Verwaltungsausgaben der Kassen um 4,1 Prozent pro Versicherten und Jahr
angestiegen seien. Dagegen hätten die Sparvorgaben der Reform bis Ende
September 2004 zu einem entsprechenden Rückgang der Verwaltungskosten um 0,6
Prozent geführt. „Das Gesetz gilt und wirkt auch in diesem Bereich“, sagte
Ministeriumssprecher Klaus Vater.
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