Der Krebsinformationsdienst bekomme laut Weg-Remers bereits Anfragen von gesunden Menschen, die sich für das Screening interessieren. Die Zahl der Anfragen halte sich aber noch in Grenzen. »Ich könnte mir vorstellen, dass es in der Bevölkerung vielleicht noch nicht so sehr bekannt ist«, sagte sie. »Klar, im April, als es eingeführt wurde, ist es durch die Medien gegangen, aber nicht jeder starke Raucher ist dem vielleicht begegnet.« Wolf bestätigt das: »Die größte Herausforderung sehe ich darin, die anspruchsberechtigten Menschen tatsächlich zu identifizieren und zu erreichen.«
Um zu prüfen, wer tatsächlich anspruchsberechtigt ist, führen der Arzt oder die Ärztin eine Rauchanamnese durch. Neben den Voraussetzungen, die den Tabakkonsum betreffen, spielt noch ein weiteres Kriterium eine Rolle: ob sich die Person kürzlich bereits aus anderen Gründen einem CT im Bereich der Lunge unterzogen hat. »Wenn das der Fall ist, muss man mit dem Screening-CT mindestens zwölf Monate warten«, erklärt Weg-Remers. Unabhängig davon, ob ein Screening zeitnah möglich ist, sollten Ärzte ihre Patienten bei dieser Gelegenheit auch zum Rauchstopp beraten, denn damit können rauchende Personen sich »auf jeden Fall etwas Gutes tun«.
Neben der Ärzteschaft können auch die Apotheken dazu beitragen, dass das Screening bekannter wird. »Sie können über entsprechende Informationsmaterialien ihre Kundinnen und Kunden ansprechen«, schlägt Weg-Remers vor. Auch Aufsteller seien denkbar, um zu zeigen: »Es gibt jetzt diese Option.«