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Stress durch digitale Medien

Öfter mal offline sein

Immer mehr Menschen in Deutschland merken offenbar, dass ihnen digitale Medien nicht nur guttun. Laut einer Befragung der DAK nehmen sich besonders junge Bürger immer häufiger vor, Handy und Computer öfter auszuschalten.
Anna Pannen
19.12.2018
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Das Handy summt, der Laptop piept auch schon wieder – permanent online verfügbar zu sein, kann auf Dauer ganz schön belasten. Das merken laut einer Umfrage der DAK Gesundheit immer mehr Menschen in Deutschland. Rund 3530 Personen wurden im November im Auftrag der Krankenkasse vom Meinungsforschungsinstitut Forsa dazu befragt, was sie im neuen Jahr ändern wollen, um sich besser zu fühlen.

25 Prozent von ihnen gaben an, sie hätten sich vorgenommen, Handy, Computer und Internet weniger zu nutzen. 2014 waren es noch 15 Prozent gewesen. Bei den jungen Leuten bis 29 Jahren machte mit 49 Prozent sogar jeder Zweite diese Aussage. Laut DAK-Psychologin Franziska Kath sind digitale Auszeiten eine gute Idee und gesundheitsfördernd. »Wer Smartphone und Computer öfter ausschaltet, bleibt entspannt und konzentriert. Auch der Schlaf verbessert sich«, erklärte sie.

Auf Platz eins der guten Vorsätze für das kommende Jahr steht bei den meisten Umfrageteilnehmern (62 Prozent) der Stressabbau. 57 Prozent wollen sich mehr bewegen, 49 Prozent planen, sich gesünder zu ernähren. Den Vorsatz, Gewicht zu verlieren, haben 34 Prozent der DAK-Versicherten gefasst. 16 Prozent wollen weniger Alkohol trinken und 11 Prozent weniger rauchen.

Laut Umfrage gelang es im vergangenen Jahr immerhin jedem zweiten Versicherten (54 Prozent) seine guten Vorsätze auch durchzuhalten. Psychologin Kath rät, sich die Pläne möglichst konkret auszumalen und auch schon vorab zu planen, wie man eventuellen Hindernissen begegnen will. /

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