Zudem wehrt sich der Verband gegen eine Ausweitung der Versorgung durch Krankenhausapotheken im ambulanten Bereich. Es drohten wettbewerbsrechtliche Probleme, wenn öffentlich geförderte Kliniken mit ihren Apotheken in Konkurrenz zu öffentlichen Apotheken träten, die unverzichtbar seien für die wohnortnahe und individuelle Patientenversorgung. Auch der neue VZA-Präsident Marxen lehnte jegliche nicht im Patienteninteresse begründete Versorgungsumsteuerung ab.
Weitere Schmerzpunkte sind der Personalmangel und die ständig steigende Bürokratie. »Wir kämpfen gegen die Unterfinanzierung und für die klugen Köpfe von morgen. Die Politik muss endlich anerkennen und entsprechend handeln, dass sich Modernisierung und Kaputtsparen nicht miteinander vereinbaren lassen«, sagte Feth.
Neben dem berufspolitischen Teil gab es wie immer bei der VZA-Jahrestagung ein Forum für onkologische Fachthemen. Dabei ging es unter anderem um moderne Therapieoptionen bei Melanomen und ein Update zur S3-Leitlinie Supportive Therapie, aber auch um rechtliche Fragestellungen.