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Neu auf dem Markt
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Nipocalimab bei Myasthenia gravis

Für Patienten mit Myasthenia gravis gibt es seit Kurzem ein neues Medikament. Der Antikörper Nipocalimab wird intravenös appliziert und kann die neuromuskulären Beschwerden langfristig lindern.
AutorKontaktBrigitte M. Gensthaler
Datum 05.02.2026  07:00 Uhr

Der humane monoklonale IgG1-Antikörper Nipocalimab (Imaavy® 185 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung, Johnson & Johnson) wird angewendet als Zusatz zur Standardtherapie bei Patienten ab zwölf Jahren mit generalisierter Myasthenia gravis (gMG), die Antikörper gegen den Acetylcholinrezeptor (AChR) oder gegen die muskelspezifische Tyrosinkinase (MuSK) aufweisen.

Bei der Autoimmunerkrankung Myasthenia gravis ist die Reizübertragung von Nerven zu Muskeln gestört. Das zeigt sich in einer belastungsabhängigen Ermüdbarkeit der Muskulatur (Kasten). Zur Standardtherapie gehören zum Beispiel Cholinesterase-Inhibitoren wie Pyridostigmin und Neostigmin, Glucocorticoide sowie Immunsuppressiva.

Die Therapie startet mit einer intravenösen Infusion von 30 mg Nipocalimab/kg Körpergewicht, gefolgt von einer Erhaltungsdosis von 15 mg/kg alle zwei Wochen. Die Patienten sollen nach jeder Infusion 30 Minuten lang auf eine infusionsbedingte oder eine Überempfindlichkeitsreaktion überwacht werden. Bei Nebenwirkungen kann die Infusion verlangsamt oder abgebrochen werden.

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