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CSD
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»Niemand darf mit den Folgen allein gelassen werden«

Die Anschläge beim CSD haben eine breite Welle der Bestürzung und Solidarität ausgelöst, auch unter der Apothekerschaft. Der Berufsverband der Psychologinnen und Psychologen spricht sich nun für eine stärkere psychosoziale Notfallversorgung nach Terror und schweren Anschlägen aus.
AutorKontaktMelanie Höhn
Datum 30.07.2026  17:30 Uhr
»Niemand darf mit den Folgen allein gelassen werden«

Nach den Geschehnissen beim CSD sitzt die Betroffenheit tief. Die Ereignisse haben viele Menschen erschüttert und die Bedeutung von Solidarität, Zusammenhalt und Schutz vor queerfeindlicher Gewalt erneut in den Fokus gerückt.

Die Apothekerkammer Berlin zeigte sich nach dem Anschlag ebenfalls tief betroffen und wies auf Anlauf- und Beratungsstellen zu psychosozialen Hilfsangeboten hin. Auch einzelne Apotheken wie die Ahorn-Apotheke und die Süd-Apotheke in Frankfurt am Main bekundeten ihre Solidarität und positionierten sich mit einem gemeinsam entworfenen Aushang gegen Hass und Gewalt. Initiator und PTA René Kreibich berichtete, dass das Plakat bereits die Aufmerksamkeit vieler Kundinnen und Kunden auf sich gezogen habe: Zahlreiche Passantinnen und Passanten blieben davor stehen und fotografierten es, so Kreibich.

Zahlreiche politische Vertreterinnen und Vertreter verurteilten ebenfalls die Tat und betonten die Bedeutung von Solidarität, Toleranz und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Der Berliner Regierende Bürgermeister Kai Wegner bezeichnete den Angriff als einen Angriff auf eine freie und weltoffene Gesellschaft. Bundeskanzler Friedrich Merz rief dazu auf, Spaltungstendenzen entgegenzutreten und den Zusammenhalt zu stärken. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unterstrich die Bedeutung von Vielfalt und gegenseitigem Respekt. 

»Tief in das kollektive Gedächtnis« eingeprägt«

Nun spricht sich auch der Berufsverband der Psychologinnen und Psychologen (BDP) für eine starke psychosoziale Notfallversorgung nach Terror und schweren Gewalttaten aus. »Zehn Jahre nach den Anschlägen in München und Nizza und noch erschüttert vom Anschlag am CSD-Wochenende in Berlin gedenken wir der Opfer«, hieß es in einer Mitteilung des Verbands. 

Im Juli 2026 jährten sich mehrere Ereignisse, die sich »tief in das kollektive Gedächtnis« eingeprägt hätten: Der Terrorakt auf der Promenade des Anglais in Nizza am 14. Juli 2016, der Anschlag am Olympia-Einkaufzentrum in München am 22. Juli 2016 sowie das Bombenattentat in Ansbach zwei Tage später. Diese und weitere Terroranschläge und schwere Gewaltereignisse, wie der Anschlag am 25. Juli 2026 am Rande des CSD in Berlin, hätten »unermessliches Leid verursacht«, so der Verband: »Sie haben Menschenleben gefordert und das Sicherheitsgefühl vieler Menschen in Deutschland nachhaltig erschüttert.«

Weiter hieß es: »Als Berufsverband erinnern wir uns vor dem Hintergrund der vergangenen sowie aktuellen Ereignisse und gedenken der Opfer. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen, den Versehrten sowie allen, deren Leben bis heute von den Folgen der Ereignisse beeinflusst wird. Unser Respekt gilt den Einsatzkräften, den Mitarbeitenden von Rettungsdiensten, Polizei und Feuerwehr, medizinischen Teams, der Psychosozialen Notfallversorgung, Psychotherapeut*innen, Beratungsstellen sowie zahlreichen ehrenamtlich Engagierten, die in der Zeit nach den Ereignissen Verantwortung übernommen und Menschen begleitet haben.«

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