| Daniela Hüttemann |
| 24.02.2026 18:00 Uhr |
Seit 2023 läuft nun eine Studie zum geforderten Nachweis von Wirksamkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit mit 176 Apotheken. Geplant ist hier auch ein Kurzbericht an den Arzt nach den Nachsorge-Konsultationen. Zudem werden auch die betreuenden Ärzte zu den Outcomes der Dienstleistung befragt. Die Wahrnehmung der interprofessionellen Zusammenarbeit gehört zu den Endpunkten der Studie, genau wie die Akzeptanzrate der Patienten und die Messung von Patient Reported Outcomes zur Adhärenz. Ende 2025 startete bereits eine weitere Phase zur Evaluation mit 33 Arzt-Apotheken-Clustern, in der es neben dem klinischen Nutzen auch um die kurz- und langfristige Kosteneffektivität geht. Wann die Ergebnisse vorliegen sollen, sagten Jenkinson und Allemann nicht.
In der anschließenden Diskussion zwischen Apothekerinnen und Apothekern aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden wurde klar, dass bei der Implementierung neuer Dienstleistungen in den Apotheken nicht nur ein langer Atem nötig sei, bis es überhaupt erlaubt wird. Es brauche einen ebenso langen Atem, um die pharmazeutischen Dienstleistungen dann auch flächendeckend zu etablieren. Neben einer mangelnden Vergütung liege dies auch am anfänglichen Aufwand, der Dokumentation und einer häufig noch unzureichenden Zusammenarbeit mit den Ärzten.