| Sven Siebenand |
| 26.06.2026 17:00 Uhr |
Basalinsuline gibt es einige, meist werden sie einmal oder zweimal täglich gespritzt. Mit Insulin icodec gibt es bereits ein Wocheninsulin, Insulin efsitora alfa hat nun eine Zulassungsempfehlung erhalten und wäre bei Markteintritt dann das zweite Wocheninsulin im Handel. / © Getty Images/Olena Malik
Im Jahr 2024 kam mit Insulin icodec (Awiqli®, Novo Nordisk) ein erstes Wocheninsulin auf den Markt. Bald könnte es mit Insulin efsitora alfa ein zweites geben. Der EMA-Ausschuss plädiert dafür, es zur Behandlung von Diabetes Typ 2 zuzulassen.
Insulin efsitora alfa ist ein Fusionsprotein, das eine einkettige Variante von Insulin mit einer humanen IgG2-Fc-Domäne kombiniert. Das Molekül weist eine verringerte Affinität zum Insulinrezeptor auf, behält aber den vollen Rezeptoragonismus bei. Darüber hinaus schützt die Fc-Domäne das Molekül vor dem Abbau. Es wird eine Halbwertszeit von 17 Tagen erreicht. Der Name des Insulins kommt demnach folgendermaßen zustande: »Efsi« steht für Fc, »tor« stellt den Bezug zum Insulinrezeptor her, und das »a« steht für Agonist.
Basis der Zulassungsempfehlung sind Daten der Phase-III-Studien QWINT-1 bis -4. In diesen konnte gezeigt werden, dass Insulin efsitora alfa bei einmal wöchentlicher Gabe eine Senkung des HbA1c-Wertes erzielte, die mit derjenigen bei einmal täglicher Gabe von Basalinsulin vergleichbar war. Die beobachteten Unterschiede im HbA1c-Wert gegenüber den Vergleichspräparaten lagen bei insulinnaiven und insulinbehandelten Patienten zwischen -0,01 Prozent und -0,09 Prozent. Die häufigste Nebenwirkung von Onswik ist eine Hypoglykämie.
Abschließend muss nun die EU-Kommission über die Zulassung entscheiden. In der Regel hält sie sich an die EMA-Empfehlungen, sodass mit der Zulassung zu rechnen ist. Onswik würde dann als Injektionslösung mit einer Konzentration von 500 Einheiten/ml und 1000 Einheiten/ml in einem vorgefüllten Pen auf den Markt kommen.