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Imlunestrant
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Neues Brustkrebsmedikament verfügbar

Imlunestrant ist ein neuer oraler selektiver Estrogenrezeptor-Degrader (SERD) zur Behandlung von bestimmten Brustkrebsarten. Sein Potenzial als Monotherapie liegt vor allem bei Mammakarzinomen mit ESR1-Mutationen.
AutorKontaktKerstin A. Gräfe
Datum 02.04.2026  07:00 Uhr

Abemaciclib als Kombinationspartner

Die Zulassung basiert auf der randomisierten, offenen Phase-III-Studie EMBER-3 mit 874 Patientinnen, von denen etwa 40 Prozent eine ESR1-Mutation aufwiesen. Die Teilnehmerinnen wurden im Verhältnis 1:1:1 randomisiert und erhielten entweder Imlunestrant, eine endokrine Standardtherapie (Fulvestrant oder Exemestan) oder Imlunestrant plus Abemaciclib. Der primäre Wirksamkeitsendpunkt war das progressionsfreie Überleben (PFS), bewertet durch einen Prüfarzt.

Imlunestrant verlängerte signifikant das PFS bei Patientinnen mit ESR1-Mutationen im Vergleich zur Standardtherapie: Das mediane PFS betrug 5,5 Monate gegenüber 3,8 Monaten. In der Gesamtpopulation wurde jedoch keine signifikante Verbesserung des PFS durch Imlunestrant allein erreicht (Hazard Ratio 0,87).

Allerdings erhöhte die Kombination von Imlunestrant mit Abemaciclib das PFS signifikant gegenüber der Monotherapie mit Imlunestrant (HR 0,57). Das mediane PFS betrug 9,4 Monate für die Kombination gegenüber 5,5 Monaten für die Monotherapie. Der Vorteil war in allen Gruppen erkennbar, unabhängig von ESR1- oder PI3K-Signalweg-Mutationen sowie von einer vorangegangenen Behandlung mit einem CDK4/6-Inhibitor.

Zu den sehr häufigen Nebenwirkungen zählten Durchfall, Übelkeit, Gelenkschmerzen, Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems, Rückenschmerzen, Fatigue sowie erhöhte Triglycerid- und Leberenzymwerte.

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