Das feline Panleukopenievirus ist ein hochansteckendes Virus, das Durchfall, Erbrechen, Fieber und Lethargie verursacht. Insbesondere bei Jungtieren kann die sogenannte Katzenseuche tödlich verlaufen, daher gilt für dieses Virus eine generelle Impfempfehlung, ebenso gegen den »Katzenschnupfen« durch Herpes- und Caliciviren. / © Getty Images/Ben Harding/500px
Gegen alle fünf Erreger gibt es bereits zugelassene Impfstoffe, jedoch keine solche Fünferkombination.
Gegen das feline Leukämievirus enthält der Impfstoff selbstamplifzierenden RNA (saRNA), verpackt in einem viralen Replikonpartikel, der nicht replikationsfähig ist. Der Partikel soll die virale RNA, die als Antigen dient, in die Zellen transportieren. Dort soll ein Protein des Katzenleukämievirus produziert werden, das eine Immunantwort auslöst und damit eine Abwehr aufbaut. Es handelt sich um den ersten in der EU zur Zulassung empfohlenen Tierimpfstoff, der saRNA enthält.
Mit Zapomeran (Kostaive®) wurde bereits im Februar 2025 ein erster selbst amplifizierender mRNA-Impfstoff in der EU für die Humanmedizin zugelassen – gegen Covid-19. Er ist bislang nicht in Deutschland auf dem Markt.
Nobivac NXT HCPChFeLV enthält gegen die vier anderen adressierten Erkrankungen attenuierte Lebendviren. Es handelt sich also um eine Kombination aus mRNA- und Lebendimpfstoff. Die Zulassungsempfehlung basiert auf 15 Studien in geschlossenen Tiereinrichtungen sowie einer Feldstudie mit 142 Katzen unter Alltagsbedingungen.
Die Tiere bildeten eine adäquate Immunantwort gegen die fünf Pathogene. Die Schutzwirkung setzte etwa eine Woche nach der Impfung ein und hielt gegen das Leukämievirus drei Jahre an und gegen die anderen vier Pathogene jeweils ein Jahr.