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Blasenkrebs
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Neue lokale Immuntherapie auf dem Markt

Nogapendekin alfa Inbakicept ist ein neuer Agonist am Interleukin-(IL-)15-Rezeptor, der zusammen mit Bacillus Calmette Guérin (BCG) bei bestimmten Formen von Blasenkrebs lokal in der Blase angewendet wird.
AutorKontaktAnnette Rößler
Datum 30.09.2026  07:00 Uhr
Lösung verbleibt zwei Stunden in der Blase

Lösung verbleibt zwei Stunden in der Blase

Für die Therapie wird eine Mischung aus 400 µg Nogapendekin alfa Inbakicept mit BCG erzeugt, die ein Gesamtvolumen von 50 ml hat. Diese wird per Katheter in die Harnblase gegeben, wo sie zwei Stunden verbleibt und dann ausgeschieden wird.

Die Behandlung erfolgt zunächst einmal wöchentlich über einen Zeitraum von sechs Wochen. Bei Bedarf kann diese Induktionstherapie nach Woche 12 einmalig wiederholt werden. Danach schließt sich eine Erhaltungstherapie an, während der die Kombination aus Nogapendekin alfa Inbakicept und BCG in den Monaten 4, 7, 10, 13 und 19 jeweils einmal wöchentlich über einen Zeitraum von drei aufeinanderfolgenden Wochen intravesikal verabreicht wird. Bei Patienten mit anhaltendem vollständigem Ansprechen können weitere wöchentliche Erhaltungsinstillationen über jeweils drei Wochen in den Monaten 25, 31 und 37 erfolgen. Während der Therapie wird der Tumorstatus mindestens zu festgelegten Zeitpunkten engmaschig kontrolliert, um zu beurteilen, ob eine operative Entfernung der Harnblase nötig ist. 

Die häufigsten Nebenwirkungen der Behandlung sind Dysurie, Hämaturie, Pollakisurie, Harnwegsinfektionen, Harndrang, Ermüdung, Schüttelfrost, Muskel- und Skelettschmerzen sowie Fieber. Häufigste schwerwiegende Nebenwirkungen sind Harnwegsinfektionen, Bakteriämie und Hämaturie.

Während der Schwangerschaft wird die Anwendung nicht empfohlen. Frauen im gebärfähigen Alter müssen während und bis zu eine Woche nach der Behandlung zuverlässig verhüten. In der Stillzeit ist die Anwendung dagegen erlaubt.

Der Wirksamkeitsnachweis für Nogapendekin alfa Inbakicept wurde in der Studie QUILT-3.032 erbracht. An der offenen, einarmigen Studie nahmen 100 Patienten mit BCG-unresponsivem Hochrisiko-NMIBC mit CIS teil. 

Die Patienten erhielten Induktionsbehandlungen und anschließend eine Erhaltungstherapie bis Monat 19, die den nun zugelassenen Schemata entsprachen. Der Tumorstatus wurde über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren alle drei Monate beurteilt. Der wichtigste Wirksamkeitsparameter, das vollständige Ansprechen zu einem beliebigen Zeitpunkt, wurde von 71 Prozent der Patienten erreicht. Die mediane Dauer des vollständigen Ansprechens betrug 26,6 Monate. 

Anktiva wurde unter »besonderen Bedingungen« zugelassen. Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) erwartet also weitere Informationen zu dem Präparat und wird diese jährlich bewerten.

Die Lagerung erfolgt bei 2 bis 8 °C im Kühlschrank und im Umkarton, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

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