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Virus mutiert weiter

Neue Corona-Varianten in Tansania und Brasilien entdeckt

Eine neue Corona-Mutante überrascht Afrika bei der Vorbereitung auf die dritte Welle. Die Variante aus Tansania hat bis zu 40 Mutationen. Und auch in Brasilien wurde eine weitere Virusvariante gefunden.
dpa
01.04.2021  16:30 Uhr

In Afrika ist laut der panafrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC eine neue Corona-Variante registriert worden. Sie sei bei Reisenden aus Tansania in Angola entdeckt worden, teilte der Leiter der Africa CDC, John Nkengasong, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz mit. Die neue Variante weise bis zu 40 Mutationen auf. «Das ist sicherlich eine Variante, die Anlass zur Sorge gibt», sagte er.

Das ostafrikanische Tansania hat seit Mitte vergangenen Jahres keine Daten über Covid herausgegeben. Auch aktuell gebe es keine Informationen zur genauen Anzahl der Fälle dort, erklärt die CDC. Der vor kurzem verstorbene tansanische Präsident John Magufuli hatte vergleichsweise lockere Corona-Einschränkungen spät eingeführt. «Wir wissen leider nicht, wie diese Variante auf Impfstoffe reagiert», erklärte Nkengasong. Es gebe nun ein Überwachungssystem in Tansanias Nachbarländern, während die  tansanische Mutante in Südafrika untersucht werde. Auf dem Kontinent wurden in 18 Ländern laut CDC mittlerweile die hoch ansteckende, zuerst in Großbritannien entdeckte Variante B.1.1.7 nachgewiesen, in 18 weiteren die «südafrikanische» Variante B.1.3.5.1.

Seit Beginn der Pandemie gab es insgesamt mehr als 40 Millionen Tests in Afrika. «Der Kontinent bewegt sich langsam in Richtung auf eine dritte Welle zu, was zu erwarten stand», sagte Nkengasong. Während vor allem das westliche und südliche Afrika noch rückläufige Zahlen bei den Neuinfektionen registriere, stiegen sie nun vor allem in Zentral-, Ost- und Nordafrika an.

Seit Beginn der Pandemie wurden der Africa CDC zufolge rund 4,2 Millionen Corona-Infektionen auf dem afrikanischen Kontinent verzeichnet, das entspricht 3,3 Prozent der weltweit entdeckten Ansteckungen. Rund 89 Prozent von ihnen sind wieder genesen. Nach Expertenansicht gibt es auf dem Kontinent mit 1,3 Milliarden Menschen aber eine hohe Dunkelziffer.

Von den registrierten Todesfällen stellt der gesamte Kontinent mit 112.000 Fällen global betrachtet gerade mal 4 Prozent. Die meisten Fälle hat Südafrika mit mehr als 1,5 Millionen Infektionen – 37 Prozent aller in Afrika registrierten Infektionen. Dahinter folgen Marokko (12 Prozent), Tunesien (6 Prozent), Ägypten (5 Prozent) und Äthiopien (5 Prozent). 

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