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Psychopharmaka
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Nebenwirkungen besser einschätzen

Wie lassen sich Nebenwirkungen und die anticholinerge Last von Psychopharmaka besser einschätzen? Eine Expertin stellt praktische Tools und Übersichten für die Medikationsanalyse vor.
AutorKontaktLaura Rudolph
Datum 14.09.2026  16:20 Uhr

Neuroleptika: Welche Rezeptorblockade bewirkt was?

Auch bei Antipsychotika können Übersichten die Beratung und Medikationsanalyse erleichtern. Hahn stellte dazu eine grafische Darstellung der Rezeptorbindungsprofile von Neuroleptika vor. Die einzelnen Wirkstoffe sind darin als »Scheibchen« dargestellt. Anhand der Rezeptorprofile lässt sich auf einen Blick erkennen, welche Wirkungen und Nebenwirkungen bei einem Wirkstoff besonders relevant sein können.

Die Grafiken finden sich auf der Website »Psychcast mit Jan« von Dr. Jan Dreher, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Chefarzt der Klinik Königshof Krefeld, der dort Inhalte zu Psychopharmakotherapie verständlich aufbereitet.

So ist die gewünschte antipsychotische Wirkung vor allem mit der Blockade von D2-Rezeptoren verbunden. Andere Rezeptorwirkungen prägen dagegen das Nebenwirkungsprofil: Die Histaminrezeptorbindung bezeichnete Hahn als »Bösewicht«, wenn es um Gewichtszunahme geht. Anticholinerge Effekte sind über die Muskarinrezeptoren zu erklären, während die Blockade von Alpha-1-Rezeptoren unter anderem Blutdruckabfall und Schwindel begünstigen kann.

Für die Einordnung der Nebenwirkungsprofile verwies Hahn außerdem auf die S3-Leitlinie zu Schizophrenie. Tabelle 14 (Seite 50) stellt die unerwünschten Wirkungen der verschiedenen Antipsychotika gegenüber und kann damit ebenfalls als schnelle Orientierung bei der Medikationsanalyse dienen.

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