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Moderna

mRNA-Impfstoffe gegen Krebs und Autoimmunerkrankungen

mRNA-Impfstoffe gelten auch jenseits von Covid-19 als große Hoffnungsträger. Moderna hat in fünf großen Indikationsbereichen verschiedene Kandidaten in der Pipeline. Mehr als 20 Studien laufen bereits.
Daniela Hüttemann
09.08.2021  09:00 Uhr

Ebenso wie das Mainzer Unternehmen Biontech hat auch die US-Firma Moderna mit seiner mRNA-Technologie noch Großes vor. Diese Woche kündigte Moderna im Rahmen seines Quartalsberichts an, mRNA-Kandidaten für fünf große therapeutische Bereiche in der klinischen Entwicklung zu haben: Infektionskrankheiten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Autoimmunerkrankungen und seltene Erkrankungen. Zudem arbeitet das Unternehmen an anderen pharmazeutischen Formulierungen, um die mRNA-Medikamente auch bei normalen Kühlschranktemperaturen stabil zu halten und zum Beispiel subkutan zu verabreichen. Derzeit listet Moderna auf seiner Website 30 klinische Studien.

Vor Kurzem begonnen hat die Dosisfindungsstudie (Phase I) mit mRNA-1010, einem mRNA-basierten quadrivalenten Grippeimpfstoff. Ebenfalls in Phase I befindet sich mRNA-6231, die theoretisch bei einer ganzen Reihe von Autoimmunerkrankungen eingesetzt werden könnte. Sie kodiert für modifiziertes Interleukin-2, das mit humanem Serumalbumin fusioniert ist (HSA-IL2m). Ziel ist es, damit regulatorische T-Zellen so zu stimulieren, dass das Gleichgewicht einer gestörten Immunantwort wieder hergestellt wird. Konkrete Indikationen nennt Moderna noch nicht. »Es ist unser erster mRNA-Autoimmun-Kandidat und der erste, der subkutan angewendet wird«, erklärte eine Moderna-Sprecherin.

Gegen das Zikavirus ist ein Kandidat mit dem Kürzel mRNA-1893 bereits in der Phase II. Mit Chikungunya steht eine weitere tropische Krankheit auf der Liste (mRNA-1944 und VAL-181388).

Zudem soll eine Phase-III-Studie mit mRNA-1647, einem hexavalenten Impfstoff gegen das Zytomegalievirus (CMV), noch in diesem Jahr starten. Außerdem gab die US-Arzneimittelbehörde FDA grünes Licht für eine klinische Studie mit dem Impfstoff mRNA-1345 gegen das respiratorische Synzytialvirus (RSV) bei Personen ab 60 Jahren. Der Kandidat soll auch bei Kindern ab zwölf Monaten getestet werden. Darüber hinaus findet eine Studie mit Kindern und Erwachsenen statt, die mit mRNA-1653 gegen humane Metapneumoviren (hMPV) immunisiert werden sollen.

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