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Mariendistel
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Molekularer Wirkmechanismus von Silymarin entschlüsselt

Auf Silymarin standardisierte Mariendistel-Extrakte werden therapeutisch als Hepatoprotektiva eingesetzt. Bislang war allerdings unklar, wie die Wirkung zustande kommt. Nun konnten Forschende aus Frankfurt am Main den Wirkmechanismus aufklären.
AutorKontaktManfred Schubert-Zsilavecz
Datum 24.06.2026  09:00 Uhr

Therapie der MASH in Bewegung

Die aktuellen Ergebnisse sind insofern von hohem klinischem Interesse, als der chemisch-synthetische LXR-Antagonist (inverser Agonist) TLC-2716 des US-amerikanischen Unternehmens Orsobio mit positiven Daten aus einer klinischen Studie der Phase I zur Behandlung von Fettstoffwechselstörungen aufhorchen ließ (»Nature Medicine« 2026, DOI: 10.1038/s41591-025-04169-6). TLC-2716 befindet sich in einem klinischen Prüfprogramm für die Behandlung von schweren Hypertriglyceridämien und zur Therapie der metabolisch assoziierten Steatohepatitis (MASH).

Für die Behandlung der MASH standen bis vor Kurzem keine spezifischen Medikamente zur Verfügung. Mittlerweile sind der GLP1-Rezeptoragonist Semaglutid und der hepatoselektive Thyroidhormon-Rezeptor-(THR-)Agonist Resmetirom für die Behandlung der MASH zugelassen. Nach Einschätzung von Analysten könnte TLC-2716 der erste Arzneistoff aus der Klasse der LXR-Antagonisten werden, was die klinische Forschung von Mariendistel-Extrakten beflügeln kann.

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