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Ausnahmeregelung

Möglichkeit der Fern-Krankschreibung erneut verlängert

Derzeit dürfen Kassenärzte auch telefonisch über die Arbeitsunfähigkeit eines Patienten befinden und ihn krankschreiben. Diese Ausnahmeregelung wurde nun erneut um zwei Wochen bis zum 18. Mai verlängert. 
Ev Tebroke
29.04.2020  14:48 Uhr

Aufgrund der Corona-Pandemie ist es Kassenärzten derzeit möglich, Patienten mit leichten Atemwegserkrankungen auch per telefonischer Ferndiagnose als arbeitsunfähig einzustufen. Das hatte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am 20. März 2020 erstmals per Beschluss geregelt. Diese Ausnahmeregelung wäre zum 4. Mai ausgelaufen. Wie der G-BA heute mitteilte, wurde sie nun erneut um zwei Wochen verlängert und gilt nun zunächst bis zum 18. Mai 2020.

Die Krankschreibung darf für maximal sieben Kalendertage erfolgen und kann nach erneuter telefonischer Anamnese einmalig um höchstens weitere sieben Tage verlängert werden. Rechtzeitig vor Auslaufen der Ausnahmeregelung will der G-BA erneut über eine mögliche erneute Verlängerung entscheiden.

Die befristete Sonderregelung war zwischenzeitlich auch auf die Möglichkeit eine Fern-Krankschreibung für 14 Tage ausgeweitet worden. Zuletzt hatte das Gremium diese Regelung am 21. April angepasst und verlängert.

 

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