| Jennifer Evans |
| 18.05.2026 12:30 Uhr |
Marilyn Monroes Vermächtnis: In New York ist ein Hilfsprogramm für mentale Gesundheit von Kunstschaffenden entstanden. / © Shutterstock/Andrew F. Kazmierski
Ob Gesang, Tanz, Musik, Schauspiel auf der Bühne oder Mitarbeit hinter den Kulissen – das Leben in der Unterhaltungsbranche kann strapaziös sein. Das Mount Sinai Health System hat nun ein Programm gestartet, das die psychische Gesundheit von Menschen in den darstellenden Künsten stärken soll, das sogenannte »Marilyn Monroe Mental Health for the Arts-Programm«.
Benannt nach der berühmten Hollywood-Schauspielerin knüpft es an Monroes Engagement für mentale Gesundheit an. Zeit ihres Lebens bemühte sie sich um mehr Verständnis und Unterstützung für psychische Erkrankungen und stellte sogar einen Teil ihres Nachlasses dafür bereit. Sitz des Centers ist mitten im Theaterdistrikt von Manhattan.
Unter der Leitung von Dr. Shilpa R. Taufique, Leiterin der Abteilung für Psychologie beim Mount Sinai Health System, bietet die Initiative im Friedman Health Center spezielle psychologische Betreuungsdienste für Künstlerinnen und Künstler an und verbindet sie gleichzeitig mit dem Versorgungsnetzwerk des Mount Sinai Hospital.
Im Zentrum stehen nach Angaben des Krankenhauses die Belastungen, die der kreative Alltag mit sich bringt. Denn Kunstschaffende arbeiten oft unter hohem Druck, haben unregelmäßige Arbeitszeiten und sind permanenten Bewertungen ausgesetzt – beim Vorsprechen, bei Proben oder Auftritten. Ihr Leben erfordert viel Energie und zugleich emotionale Offenheit. Das kann Stress, Angst oder depressive Symptome verstärken.
Das Programm will Abhilfe schaffen und Kunstschaffenden niedrigschwellige Angebote bieten. Vor Ort stehen Fachkräfte für akute Krisen bereit. Zusätzlich schult das Team Sozialarbeiter, damit diese Betroffene schneller unterstützen und weitervermitteln können.