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Apotheke und Arzt
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Mehr Miteinander, mehr Partnerschaft

Arzt und Apotheker müssen mehr zusammenarbeiten, um die Arzneimittel- und Gesundheitsversorgung auch künftig krisenfest sicherzustellen. Und sie müssen wegkommen vom »standespolitischen Säulendenken«, hieß es bei einer Diskussionsrunde der Stiftung Arzneimittelsicherheit.
AutorKontaktBrigitte M. Gensthaler
Datum 15.06.2026  16:15 Uhr

pDL mit Potenzial

Viel Potenzial erwarten beide Diskutanten von den honorierten Dienstleistungen (pDL), die mit dem ApoVWG ausgeweitet werden. Apotheken könnten damit das Spektrum ihrer Leistungen und Angebote erweitern, ist Boden überzeugt. »Da steckt Musik drin: pDL sind ein Kundenbindungsinstrument schlechthin.«

Impfangebote in der Apotheke könnten die Impfquoten erhöhen, sind sich beide sicher. In Apotheken erreiche man Personen, die gar nicht zum Arzt gehen. »Wir sprechen ein ganz anderes Klientel an als Ärzte«, versicherte Scharpf. Und Boden unterstrich: »In der Praxis sehen viele Ärzte das Impfangebot von Apotheken auch tatsächlich als Entlastung und Ergänzung.« 

Langfristig gesehen könnten pDL einmal zu »pharmazeutischen Grundnahrungsmitteln« werden, stimmte Scharpf zu. Aber die Apotheken müssten jetzt damit anfangen und die Prozesse etablieren. »Wir wollen unsere Kompetenzen anwenden, aber auch die der PTA weiterentwickeln«, erklärte sie mit Blick auf den pharmazeutischen Nachwuchs.

Scharpf empfahl, sich die pDL herauszusuchen, die zur eigenen Apotheke und dem Kundenstamm passen. Viele Aufgaben könne man an PTA delegieren. Und ja, bei gut gestalteter, konsequenter Ausführung könne man sie auch wirtschaftlich vernünftig anbieten.

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