Pharmazeutische Zeitung online
Zukunft der Apotheken
Mehr Frauen müssen auf die pharmazeutische Bühne 

Meinungsstarke Stimme im Gesundheitsmarkt

Die HCF unterstützen aber nicht nur die »Denkfabrik Apotheke«. Grundsätzlich verfolgt der Verein das Ziel, die Chancengleichheit von Frauen und Männern in Führungspositionen in Unternehmen aus der Gesundheitsbranche zu fördern. Seit seiner Gründung vor mehr als 13 Jahren hat er inzwischen rund 150 Mitglieder, die ehrenamtlich zum Beispiel wissenschaftliche Veranstaltungen oder Vorträge organisieren und vor allem viel netzwerken – sowohl untereinander als auch mit Verbänden aus der Branche. »Wir haben uns zu einer meinungsstarken Stimme im Gesundheitsmarkt entwickelt«, sagt Conin-Ohnsorge

Für einen entscheidenden Erfolgsfaktor des Frauen-Netzwerks hält die HCF-Ehrenpräsidentin insbesondere die Vielfältigkeit der Mitglieder, zu denen Ärztinnen, Apothekerinnen, Rechtsanwältinnen, Betriebswirtinnen, Wissenschaftlerinnen und Pflegekräfte gehören. Knapp 50 Prozent der HCF kämen allein aus der Gesundheitsindustrie, berichtet sie. Die Vision des Vereins ist es, Frauen auf ihrem Karriereweg zu unterstützen, um die Wirtschaft im Gesundheitswesen nachhaltig zu sichern und zu verbessern. »Wir glauben an das Potenzial, das in jeder Einzelnen steckt. Es gilt, entdeckt und nachhaltig gefördert zu werden, damit die jeweiligen Ziele umgesetzt werden«, heißt es auf der Vereins-Website.

Ein weiteres Projekt von HCF liegt Conin-Ohnsorge besonders am Herzen: #agingforfuture. Dabei geht es darum, nachhaltige und präventive Rahmenbedingungen für ein gesundes Altern zu schaffen. Denn ältere Arbeitnehmerinnen sollen ihren Beruf langfristig ausüben und auch im Alter selbstbestimmt und unabhängig leben können. Am Beispiel von Osteoporose ist bereits die erste Kampagne gelaufen, eine Aufklärungs-Aktion mit der Absicht, die Behandlungsbedingungen bei dieser Stoffwechselerkrankung der Knochen zu verbessern. Grundsätzlich anstoßen wollen die HCF Conin-Ohnsorge zufolge ein größeres Bewusstsein für ein aktives und gesundes Altern. Ihrer Ansicht nach gehört das Thema »dringend auf die politische Agenda.« Eine Bewegung, für die sie sich noch mehr Unterstützung seitens der Apothekerinnen wünscht. Schließlich hätten diese im Versorgungsnetz und in der Prävention »einen maßgeblichen Einfluss«. Zentral organisiert könnten die Pharmazeutinnen in Deutschland einiges bewegen, ist sie überzeugt.

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