| Christina Hohmann-Jeddi |
| 15.10.2026 18:00 Uhr |
Die Strahlenbelastung durch die Niedrigdosis-Computertomographie sei insgesamt als niedrig einzuordnen, so Wöckel. »Eine komplette Untersuchung entspricht etwa 0,2 bis 0,4 Millisievert – das ist deutlich weniger als die jährliche natürliche Strahlenbelastung und entspricht einer natürlichen Exposition von mehreren Wochen.« Dabei seien die Strahlenrisiken bei jüngeren Frauen unter 50 Jahren als geringfügig höher einzuschätzen als bei älteren Frauen, erklärt Professor Dr. Hajo Zeeb, Leiter der Abteilung Prävention und Evaluation, Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS), Bremen. »Daher ist die Schaden-Nutzen-Abwägung etwas ungünstiger für die jüngere Altersgruppe, aber immer noch deutlich positiv.«
Die höhere Brustdichte bei jüngeren Frauen erschwere zwar die radiologische Analyse in gewissem Maße, die digitale Mammographie bleibe aber das Verfahren der Wahl. »Es liegt bei den Zentren sehr viel Erfahrung mit dieser Methodik und ihrer Qualität vor«, sagt Zeeb.