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Tierfreundschaften
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Liebe kennt keine Artengrenzen

Primaten haben offenbar ein Faible für tierische Gefährten – sie spielen, kuscheln und pflegen sie. Die ungleichen Beziehungen liefern aber auch Hinweise für Forschung und Artenschutz.
AutorKontaktJennifer Evans
Datum 19.08.2026  08:00 Uhr


Menschen sind nicht die einzigen Lebewesen, die sich mit Haustieren umgeben. Eine Studie, die im Fachblatt »Primates« erschienen ist, dokumentiert mehr als 400 Fälle, in denen 88 Primatenarten mit 127 anderen Tierarten interagierten. Dazu gehörten Säugetiere wie Schafe, Tapire, Hirsche, Hausschweine, Katzen und Hunde, aber auch Eulen, Eidechsen, Kröten und Insekten. Das Phänomen scheint den Forschenden zufolge verbreiteter zu sein, als bislang angenommen.

Am häufigsten spielten die Tiere miteinander oder betrieben gegenseitige Fellpflege – Verhaltensweisen, die soziale Bindungen stärken. Manchmal trugen die Primaten auch ihre tierischen Freunde, teilten Nahrung mit ihnen, kuschelten oder adoptierten sie sogar.

Jungtiere und Säuglinge suchten vor allem spielerische Interaktionen, während erwachsene Weibchen häufiger Fellpflege praktizierten. Erwachsene Männchen zeigten insgesamt weniger bindungsstärkendes Verhalten. Dauerhafte Gemeinschaften entstanden jedoch selten. Obwohl die Kontakte meist kurz waren, gingen sie in der Regel von den Primaten aus.

Zu verstehen, wann und warum verschiedene Arten einander tolerieren, liefert Hinweise für den Artenschutz. Oder Zoos könnten Tiere zusammen halten, die positive Beziehungen haben. Gleichzeitig hilft die Erkenntnis der Wissenschaft, das Risiko einzuschätzen, welche Krankheiten zwischen Wildtieren, Haustieren und Menschen übertragen werden könnten.

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