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Bundesgesundheitsministerium
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Lauterbachs ungelöste Personalfragen

Professor Karl Lauterbach ist seit wenigen Wochen Bundesgesundheitsminister und derzeit in erster Linie mit der Bewältigung der Coronavirus-Pandemie beschäftigt. Nebenbei muss Lauterbach aber auch sein Ministerium neu aufstellen. Denn: Einige auch für Apotheker wichtige Posten müssen neu besetzt werden. Ein Überblick.
AutorKontaktBenjamin Rohrer
Datum 05.01.2022  10:35 Uhr
Baut Lauterbach die BMG-Struktur wieder um?

Baut Lauterbach die BMG-Struktur wieder um?

Mit einem Blick auf das BMG-Organigramm stellt sich auch die grundsätzliche Frage, ob Lauterbach die derzeitige Struktur des Ministeriums erhalten will. Denn: Spahn hatte hier gleich mehrere Veränderungen vorgenommen. Der CDU-Politiker hatte die Abteilungen 5 und 6 neu geschaffen. Abteilung 5 ist zuständig für alle Digitalisierungsthemen – Spahn hatte hier seinen engen Vertrauten Gottfried Ludewig (CDU) als Abteilungsleiter eingestellt. Dass dieser auch für den SPD-Politiker Lauterbach tätig sein wird, ist zu bezweifeln. Ein Fragezeichen steht auch noch hinter der Personalie Christian Klose. Spahn hatte Klose als Fachexperten für die Themen Gematik und Telematikinfrastruktur Ludewig unterstellt, Klose war vorher im AOK-Lager beschäftigt. Der Ex-AOK-Manager gilt inzwischen als ausgewiesener Digitalisierungsexperte. Dass Lauterbach an Klose festhält, ist wiederum nicht ausgeschlossen.

In die neue Abteilung 6 hatte Spahn die Themen Gesundheitssicherheit, Gesundheitsschutz, Klima und Nachhaltigkeit gelegt und den ehemaligen Bundeswehrarzt Hans-Ulrich Holtherm mit der Leitung beauftragt. Ein großes Fragezeichen steht auch noch hinter der Personalie Sonja Optendrenk. Spahn hatte Optendrenk aus dem Kanzleramt abgeworben, wo sie schon für die Abstimmung zu gesundheitspolitischen Themen zuständig war. Im BMG hatte sie sich in den vergangenen Jahren um die sehr wichtige Abteilung 2 gekümmert, in der es um Fragen der Krankenversicherung und Gesundheitsversorgung geht. In Optendrenks Abteilung geht es unter anderem um Grundsatzfragen der Gesundheitspolitik und die GKV-Finanzierung.

Arzneimittelexperte und Apotheker Thomas Müller könnte bleiben

Die für Apotheker wichtigste Abteilung 1 (Arzneimittel, Medizinprodukte, Biotechnologie) wird von Thomas Müller geleitet, der Arzt und Apotheker ist. Müller war vorher im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) tätig und wurde ebenfalls von Spahn ins BMG geholt. Dem Vernehmen nach ist eine Trennung hier aber unwahrscheinlich: Gerade durch seine Vergangenheit beim G-BA gilt Müller als unabhängiger Arzneimittel-Fachmann, dessen Expertise auch von Lauterbach geschätzt werden dürfte.

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