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Iran-Krieg
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Krebsmedikament Cisplatin in Indien knapp

Zwar haben sich der Iran und die USA auf ein Friedensabkommen geeinigt, was mit einer Öffnung der Straße von Hormus einhergehen soll. Dennoch zeigen Berichte, dass der Iran und Indien bisher durch den Krieg massiv von Arzneimittelengpässen bedroht wurden.
AutorKontaktMelanie Höhn
Datum 16.06.2026  09:45 Uhr

Steigende Platinpreise werden zum Problem

Ärzte schätzen, dass mindestens ein Viertel aller Chemotherapie-Patienten in Indien platinbasierte Medikamente verschrieben bekommt. Diese Medikamente würden das Rückgrat der Krebsbehandlung in Indien bilden. Ohne diese Mittel sei es schwierig, Behandlungen fortzuführen, sagte ein Arzt zu Reuters. Für platinbasierte Krebsmedikamente gebe es nur wenige Alternativen. Ersatzpräparate seien oft weniger wirksam oder mit stärkeren Nebenwirkungen verbunden.

Auf dem Markt gebe es ein Angebotsdefizit bei Platin aufgrund von begrenztem Minenangebot und schwindenden Lagerbeständen, weshalb die Preise das vierte Jahr in Folge gestiegen seien. Arzneimittelhersteller könnten die höheren Kosten nicht an die Kunden weitergeben, da die Regierung Preisobergrenzen für die Medikamente festgelegt habe, heißt es im Bericht weiter. Die Unternehmen hätten jedoch eine Anhebung dieser Obergrenzen um etwa 50 Prozent gefordert.

Einige Hersteller hätten ihre Produktion bereits eingeschränkt. So habe Naprod Life Sciences die Herstellung von Cisplatin und Carboplatin vorübergehend eingestellt, weil die Beschaffung des benötigten Platins immer schwieriger geworden sei.

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